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Mittwoch, 3. September 2014, 18:54

Kurzbeschreibung

Eine Zusammenfassung über den Ursprung, die Geschichte und die Kultur der Waldelfen.

Artikel


1. Die Waldelfen (Bosmer)


Die Waldelfen, auch Bosmer genannt, bewohnen die Gebiete von Valenwald, einer größtenteils von dichtem Dschungel überzogenen Provinz im Südwesten des tamrielischen Festlandes, die auch als "Garten" Tamriels bezeichnet wird. Dort leben sie in Stämmen nach ihren eigenen Regeln, deren Grundlage der sogenannte Grüne Pakt bildet. Sie sind kleiner und geschickter als ihre Vettern in Sommersend und Morrowind, gelten gemeinhin als zugänglicher und darüber hinaus als sehr gute, wenn nicht sogar die besten Bogenschützen in ganz Tamriel.


1.1. Der Ursprung der Waldelfen


Es existieren mehrere Theorien über die Ursprünge der Waldelfen. Die vermutlich gängigste Theorie ist, dass sie wie alle anderen Elfen von den Aldmern abstammen, die sich vor der Ersten Ära, von Sommersend ausgewandert, in Valenwald niedergelassen haben sollen. Sie fanden dichte Wälder voll von Bestien vor. Da sie nicht darauf hoffen konnten, diese wilde Gegend je zu zivilisieren, passten sie sich ihr an und wurden ihrerseits zu Raubtieren, um sich behaupten zu können. Letztendlich soll diese Entwicklung zu den heute bekannten Waldelfen geführt haben.

Nach ihrer eigenen Legende verdanken die Waldelfen Y’ffre, dem Gott des Waldes, ihre Existenzform. Nach der Schaffung der Ebene der Sterblichen, zur Zeit der Ära der Dämmerung, herrschte überall Chaos. Die ersten Sterblichen sollen sich zurück in Pflanzen und Tiere verwandelt haben. Y’ffre verwandelte sich daraufhin in den ersten Ehlnofey, welche auch als Erdknochen bezeichnet werden, legte damit die Naturgesetze fest und erschuf eine natürliche Ordnung der Dinge. Er wandelte fortan mit den ersten Waldelfen, leitete sie ins heutige Valenwald und lehrte sie, weshalb er auch den Beinamen "der Geschichtenerzähler" trägt. Unter anderem vermittelte er ihnen das Wissen aus der Zeit des Chaos, welches sie noch heute zur sogenannten Wilden Jagd befähigt. Weiterhin bot er ihnen seinen Schutz an, lehrte sie die Verbundenheit zu Pflanzen und Tieren, und wie man, einem Chamäleon gleich, neben Bäumen nahezu zu verschwinden vermag. Im Gegenzug ließen sich die Waldelfen mit Y’ffre auf den Grünen Pakt ein.

Den Überlieferungen der Khajiit nach verfügen Waldelfen und Khajiit über gemeinsame Vorfahren, das Waldvolk. Diese Vorfahren, Kinder von Nirni, kannten ihre eigene Gestalt nicht und wurden stets zwischen Mensch- und Tiergestalt hin- und hergerissen. Azurah nahm einige Angehörige des Waldvolkes und gab ihnen Kraft ihres Wissens und ihrer Weisheit viele, jedoch feste Gestalten und erschuf damit die Khajiit. Durch Verrat an Azurah wurde es Y’ffer, wie die Khajiit ihn nennen, ebenfalls erlaubt, einige Kinder Nirnis für sich zu nehmen und er wandelte sie zu Waldelfen.

Nach diesen verschiedenen Theorien ist es schwierig mit Bestimmtheit zu sagen, ob die Waldelfen wirklich von den Aldmern abstammen oder, unabhängig von Mensch und Mer, gemeinsame Vorfahren mit den Khajiit haben.


1.2. Die Geschichte der Waldelfen


Die Waldelfen wurden unter ihrem großen Visionär und Anführer König Eplear erstmals als ein Volk geeint. Zuvor lebten sie lediglich in einzelnen, voneinander getrennten Stämmen im Gebiet des heutigen Valenwald. König Eplear gründete mit der Camoran-Dynastie die erste tamrielische Dynastie und läutete damit gleichsam die Erste Ära ein. Dabei unterschied sich diese Dynastie durch ihre übergreifende Verbundenheit von vielen später folgenden. Valenwald unter der Camoran-Dynastie bot vielen verschiedenen Flüchtlingsströmen Schutz und Asyl, zunächst den entflohenen Sklaven der Ayleiden und nach dem Fall des Weißgoldturmes im Jahr 1Ä 243 sogar den Ayleiden selbst. Im Jahr 1Ä 340 schloss Valenwald durch die Camoran-Dynastie ein Handelsabkommen mit dem aufstrebenden Alessianischen Kaiserreich ab. Dieses währte durch die wachsenden Feindseligkeiten, ausgelöst durch die Alessianischen Lehren des Propheten Marukh, jedoch nicht lange. Der Nord-König Borgas, einer der einflussreichsten Unterstützer Marukhs, reiste im Jahr 1Ä 369 nach Cyrodiil, um auf einen vereinten Krieg gegen die Waldelfen zu drängen. Diese fingen König Borgas durch die erste historisch belegte Wilde Jagd jedoch vor Erreichen der alessianischen Hauptstadt ab, töteten ihn und lösten so im hohen Norden den Erbfolgekrieg aus, in dessen Folge das stark geschwächte Himmelsrand seine Ansprüche in Hochfels und Morrowind verlor. Es folgten weitere Streitigkeiten um den Grenzverlauf mit dem colovianischen Westen Cyrodiils.

Das Reich der Waldelfen sah sich immer wieder Integrationsbestrebungen anderer Reiche ausgesetzt, seien es die Alessianer, die Khajiit oder sogar die Colovianer. Erst im Jahr 1Ä 2714, geschwächt durch die Thrassische Pest, die weite Teile der tamrielischen Bevölkerung dahingerafft hat, gepaart mit einer unerbittlichen Kriegsführung, erliegt es diesen Bestrebungen und wird ein Teil des Cyrodiilischen Kaiserreiches. Um Aufstände gegen die cyrodiilische Besatzungsmacht gering zu halten, gewährt der Kaiser jedem Baumfürsten der Waldelfen weitgehende Unabhängigkeit vom Königshof Valenwalds. Zuvor unbedeutende Handelsposten wie Falinesti, Silvenar und Eldenhain wurden so zu unabhängigen Mächten in Valenwald, welche im Gegenzug dem cyrodiilischen Kaiser Treue und Gehorsam schworen. Unter diesen Bedingungen schmolz die Macht und der Einfluss der Camoran-Dynastie rasch dahin.

Die Waldelfen waren folgsame, jedoch keine loyalen Untertanen des Kaisers. Als das Ende der Potentatenzeit im Jahr 2Ä 430 auch das Ende des zweiten Kaiserreiches bedeutete, versuchte die Camoran-Dynastie ihre alte Machtstellung in Valenwald wiederherzustellen. Jedoch hatten sich die einzelnen Stämme in ihrer Unabhängigkeit mittlerweile zu weit auseinanderentwickelt und die Baumfürsten zu sehr an ihre Unabhängigkeit gewöhnt, so dass sie sich nicht so einfach wieder unter die Hoheit der Camoran-Dynastie fügen wollten. Die inneren bürgerkriegsähnlichen Konflikte mündeten in weitere äußere mit den Colovianern und den Khajiit. Ebenso erfolgten Übergriffe der Maormer von Pyandonea auf die Küstenstreifen Valenwalds, um vom Festland aus gegen die Altmer von Sommersend vorgehen zu können.

So sank Valenwald im blutigen Kriegstreiben an jeder Front in das Interregnum der Zweiten Ära. Die Baumfürsten kämpften um ihre Unabhängigkeit, die Könige der Camoranischen Blutlinie um den Ausbau ihrer geringen Kontrolle über das Land und die verschiedenen äußeren Mächte für ihre eigenen Interessen in Valenwald. Im Jahr 2Ä 560 kam der Ausbruch der Knahaten-Grippe zu all dem noch hinzu.


1.3. Die Kultur der Waldelfen


Die Kultur der Waldelfen fußt auf den Grundsätzen des Grünen Paktes. Diese Vereinbarung, die sie mit Y’ffre, dem Gott des Waldes, auch bekannt als Geist des "Jetzt", vor langer Zeit getroffen haben, verbietet es ihnen, die Vegetation von Valenwald auf jedwede Art zu schädigen. Obwohl es den Waldelfen selber nicht erlaubt ist, lebendige Pflanzen in Valenwald abzuholzen oder zu nutzen, so ist es doch gewöhnlich und wichtig, Nutzholz aus anderen Regionen einliefern zu lassen oder gar geschlagenes Holz aus Valenwald von anderen abzukaufen. Dies ist umso wichtiger, da die Waldelfen nicht sonderlich im Maurer- und Steinmetzhandwerk bewandert sind. Geradezu fasziniert sind sie hingegen vom Zimmermannshandwerk, in welchem sie aufgrund ihrer Kultur weitestgehend ungebildet und bestenfalls unkreativ zu nennen sind.

Waldelfen rauchen natürlich keinen Tabak aus Holzpfeifen, sondern verwenden welche aus Horn oder Glas und rauchen getrocknete Raupen. Auch sind ihnen flachs- oder baumwollartige Kleidungsstücke verwehrt. Ebenso sind die Waldelfen bei ihrer Auswahl an Getränken strikt auf Erzeugnisse von Tieren oder einfaches Wasser beschränkt. Sie trinken gegorene Schweinemilch, die sie Jagga nennen. Ein anderes ihrer Getränke ist Rotmeth, fermentierte Fleischsäfte mit zahlreichen Gewürzen darin, um die Gifte abzutöten. Beide Getränke weisen einen hohen Alkoholgehalt auf.

Ein anderer und für Außenstehende grausig erscheinender Aspekt des Grünen Paktes ist das sogenannte Fleisch-Mandat, welches sicherstellt, dass sie grundsätzlich das Fleisch jeglichen Wildes, Tiervolkes, und sogar das von Menschen und Elfen verspeisen dürfen. Weiterhin müssen getötete Wesen als Auflage ihres Glaubens innerhalb von drei Tagen verzehrt werden, wobei einem Waldelfen dabei nur von seinen Familienmitgliedern geholfen werden darf. Es ist unklar, ob die Waldelfen nach dem Tod auch innerhalb der eigenen Familie so verfahren, da sie jedoch nicht den Bestattungsritualen von Arkay folgen, ist dies zumindest nicht auszuschließen. Der Tote wie auch der Tod werden geachtet. Deshalb wird Nekromantie von ihnen verabscheut und als ein Verbrechen gegen die Natur angesehen, solange sie nicht zwingend notwendig und wohlbegründet ist.

Die Wilde Jagd, zu der jeder Waldelf unter den richtigen Umständen in der Lage ist, ist eine Ansammlung reißender Bestien, welche als Erinnerung an die chaotischen Zustände im Zeitalter der Dämmerung ständig ihre Gestalt ändern und die als unaufhaltbar gilt. Das verschwiegene, düstere Ritual der Wilden Jagd wird innerhalb der Gemeinschaften der Waldelfen als ein notwendiges Übel bei allergrößter Gefahr angesehen, der auf anderem Wege nicht mehr beizukommen ist. Ein Waldelf, der dem Wandel durch die Wilde Jagd unterliegt, ist auf immer verloren und wird niemals wieder in seine frühere Gestalt zurückkehren können. Es wird angenommen, dass eine Form der Wilden Jagd die Ursache für alle Monstren auf Nirn ist.

Nach außen wirken die Waldelfen oftmals wie der Inbegriff der Gelassenheit oder gar Trägheit. Von anderen Völkern werden sie nicht wirklich als bösartig angesehen, allenfalls als schelmisch, hinterhältig und unzuverlässig, von den Hochelfen darüber hinaus aus Abstammungssicht als unrein. Dem zum Trotz stammt ein Großteil ihrer Gesetze ohne religiösen Hintergrund noch aus ihrem Ursprung von Sommersend.

Die Führerschaft über die Waldelfen teilen sich der jeweilige König aus der Abstammungslinie König Eplears als politische Kraft und der sogenannte Silvenar als geistiger und religiöser Führer. Es wird gesagt, dass der Silvenar, welcher in der gleichnamigen Stadt beheimatet ist, den Zustand seines Volkes widerspiegelt. Wird es von Not und Krankheit heimgesucht, schrumpft der Silvenar. Ist die Bevölkerung zum überwiegenden Teil weiblich, so ist es auch der Silvenar. Darüber hinaus verfügt er über das komplette Wissen über die körperliche und geistige Verfassung jeder Stadt und jedes Dorfes in Valenwald.

Unterhalb dieser Ebene der Herrschaft stehen die Baumfürsten. Diese herrschen jeweils über größere Siedlungen und weite Gebiete in Valenwald in weitgehender Unabhängigkeit. Oftmals rivalisieren sie auch mit dem König und missachten dessen direkte Anweisungen. Die Baumfürsten stellen die stärkste politische Kraft in ihrem jeweiligen Einflussbereich dar. Gleichzeitig schwächen sie das Ansehen und die Einflussnahme Valenwalds nach außen durch ihre Uneinigkeit und ihre Rivalisierung untereinander und gegenüber dem König.

Den Baumfürsten untergeordnet oder auf eine Weise gleichgestellt finden sich die Stammesfürsten wieder, welche den Stammesrat bilden. Dieser Rat, Ausdruck des teilweise demokratischen und repräsentativen Systems der Waldelfen, residiert eigentlich beim König, doch in Wirklichkeit viel häufiger bei den Baumfürsten.


1.4. Berufe / Berufungen und Bezeichnungen der Bosmer


  • König: Derzeitig herrscht König Aeradan Camoran über Valenwald

  • Die Grüne Dame: s. entsprechenden Artikel

  • Der Silvenar: s. entsprechenden Artikel (WIP)

  • Baumthane: Oberhaupt der jeweiligen Siedlung, Sippe oder Stadt

  • Weber / Spinner: Priester, 'Geschichtenerzähler', Berater

  • Grünformer/in: Bosmerische "Magier" mit der Fähigkeit z.B. Behausungen zu formen, bzw. das Grün darum zu 'bitten' ; ebenfalls sind sie befähigt die 'Auren' von Orten zu erspüren oder zu analysieren

  • Grünsprecher: Es könnte sich wohl um eine Entsprechung eines Diplomaten handeln

  • Jaqspur: Besonders treffsichere und meisterhafte Distanzschützen des bosmerischen Volkes

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