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Montag, 10. Oktober 2016, 14:26

Kurzbeschreibung

Eine Zusammenfassung über den Ursprung, die Kultur und die Geschichte der Argonier

Artikel

1. Die Argonier

In der Schwarzmarsch, dem Sumpfgebiet im Südosten Tamriels lebt ein Volk von Echsenwesen, welches anders als die Mer und die Menschen nicht von den Ehlnofey abstammt, sondern einen ganz eigenen Zweig intelligenten Lebens auf Nirn darstellt: Die "Saxhleel" (was soviel wie "Volk der Wurzeln" bedeutet), von den anderen Völkern oftmals als "Argonier" benannt.


1.1. Körperliche Eigenschaften

"Argonier" bezeichnet eine Reihe unterschiedlichster Echsenwesen, die in der Schwarzmarsch heimisch sind. Gemeint ist jedoch meist eine bestimmte Gruppe unter ihnen, die in Größe und Statur den durchschnittlichen Menschen ähneln.
Ihre Haut ist haarlos und von Schuppen bedeckt, die in ihrer Form und Größe an die unterschiedlichsten Echsenarten wie Schlangen, Krokodile, Warane erinnern und dabei ebenso wie diese auch sehr abwechslungsreich gefärbt und gemustert sein können.
Der Kopf eines Argoniers ist dabei ebenso deutlich echsenhaft, mit einer langen Schnauze, ausgeprägter Knochenstruktur und einem reißzahnbewährten Maul. Dabei weisen vielen Argonier besondere Merkmale wie ledrige Knochenkämme, Hörner oder Federn auf, anstelle von Kopf- und Gesichtsbehaarung. Die Augen eines Argoniers ähneln ebenso meist denen unterschiedlichster Echsenarten. So finden sich geschlitzte Schlangenaugen ebenso wie oval geformte Krokodilsaugen und weisen eine breite Palette an Farben auf.
Sie besitzen eine Nickhaut (eine durchsichtige Membran, die sich über die Augen legt, wie ein inneres Augenlid) die die Augen bei Bedarf vor Schmutz und Wasser schützt. Zur Fortbewegung in selbigem besitzen sie einen muskulösen Echsenschwanz und sind dank einer Reihe von geschützt gelegenen Kiemen in ihrem Nacken in der Lage, Unterwasser zu atmen. Sie sind auch bekannt dafür, Wunden ungewöhnlich schnell zu heilen und weisen eine hohe Resistenz gegen Krankheiten und Toxine auf. Argonier legen ihre Nachkommen als Eier, die sie dann in der Nähe eines Hist sammeln und dort ausbrüten lassen. Die Tatsache, dass weibliche Argonier Brüste aufweisen, deutet dabei darauf hin, dass sie ihre Nachkomenschaft säugen könnten. Es gibt jedoch auch die These unter den Gelehrten, dass dies eine Anpassung an die anderen Völker Tamriels sei, zu welchem Zweck ist jedoch unbekannt. Sie sind zwar wohl Allesfresser, doch ihre massigen Raubtiergebisse legen den vornehmlichen Konsum von Fleisch und Fisch nahe. Diesen Eindruck eines Raubtiers runden die zu Krallen verhärteten Finger- und Zehnägel ab, zwischen denen viele auch Schwimmhäute aufweisen. Argonier werden ungefähr so alt wie Menschen, wobei unbekannt ist, ab wann sie das Erwachsenenalter im Durchschnitt erreichen. Ein weitere, bemerkenswerte Eigenschaft dieses Volkes ist die Tatsache, dass sie je nach Gefühlszustand deutliche Ausdünstungen verbreiten. Die Wut eines Argoniers kann man also manchmal ebenso riechen wie seine Aufregung.
Aufgrund ihrer scheinbaren, amphibischen Natur steht die Vermutung im Raum, Argonier könnten ebenso wechselwarm sein. Wenn das zutrifft, scheinen sie zumindest nicht vollständig abhängig von der Umgebungstemperatur zu sein.
Neben der beschriebenen Gruppe an Argoniern gibt es auch andere "Unterarten", wie die gestachelten Agaceph, die im Kerngebiet der Marsch leben oder die froschartigen Paatru. Die geflügelten Naga und Sarpa gelten indes als feindselige Bestien, was jedoch nicht bedeuten soll, dass die zuvor genannten Unterarten in irgend einer Weise umgänglich wären für Außenstehende.


1.2. Auftreten und Wesen

Aufgrund ihrer fremdartigen Herkunft erschließt sich Aussenstehenden das Wesen von Argoniern nur schwer. Mangelnde Mimik, bedingt durch die Muskel- und Knochenstruktur ihrer Echenschädel und undeutbare Gestik tragen ihr Übriges dazu bei, dass dieses Volk oftmals als distanziert und emotional kalt verschrien gilt, ganz so wie man es von Echsenwesen erwarten würde. Das ist jedoch nur ein Vorurteil, da auch Argonier die ganze Form von Gefühlsregungen kennen, diese eben nur schlicht anders ausdrücken. Auch heisst es, dass ein argonischer Freund, sei er noch so schwierig für sich zu erwärmen, ein verlässlicher Gefährte sei. Argonier sind durch ihre körperlichen Vorraussetzungen und ihren oftmals scharfen Verstandes überwiegend in Tätigkeiten anzutreffen, die Geschick und Intelligenz erfordern, wie Jäger, Spurenleser oder Zauberwirker. Da es ihnen oftmals schwierig gemacht wird in fremder Gesellschaft Anschluss zu finden, trifft man durchaus auch kriminell orientierte Echsen an, die diese beiden Attribute für ihre persönlich-gierigen Ziele einsetzen.


2. Kultur und Gesellschaft

Die Schwarzmarsch ist ein unzugängliches Gebiet dichter Mangrovenwälder und verwundener Wasserwege, in denen unbekannte Gefahren lauern. Im Landesinneren findet man daher Gemeinschaften von Saxhleel, deren Kultur vollkommen unberührt ist von kaiserlicher Eroberung und den Überfällen der Dunmer aus dem Norden. Diese ursprüngliche Kultur ist geprägt von Stammesgesellschaft und Tradition, vor allem aber der tiefen Bindung zu den Hist. Durch ihre Natur tendieren Argonier dazu, ihre Siedlungen teilweise Unterwasser zu errichten. Eine Gewohnheit die jeden Nicht-Argonier nur zu einem kurzen Besucher reduziert in diesen Teilen ihrer Siedlungen. Doch auch andere Gesellschaftsformen sind bekannt, wie die Theokratie der Seth-Priester in der Tempelstadt Gideon.


2.1. Die Stämme und die Hist

Wie erwähnt scheint die ursprüngliche Lebensweise der Argonier eine Art Sippengemeinschaft zu sein, geprägt von (teils sehr fremdartig wirkenden) Traditionen. Die Struktur dieser Gesellschaft und ihre Traditionen sind von Gruppe zu Gruppe oft sehr verschieden, daher kann man nur in groben Zügen die Gemeinsamkeiten beschreiben:
Die Basis der Gesellschaft der Argonier ist ihre Verbindung zu den Hist.
Diesen Sporenbäumen mit ihrem ausladenden Wurzelwerk und ihren blutroten, riesigen Blüten schreiben sie ihre Schöpfung zu. Viele Traditionen der Echsen drehen sich grundlegend um diese Bäume.
Das beginnt bereits mit der Nachkommenschaft. Die Eier in der Umgebung eines oder mehrerer Stämme werden gesammelt und gemeinsam in der unmittelbaren Nähe eines Hist ausgebrütet. Die Argonier glauben, die Hist gäben ihnen Gestalt und Seele. Um diesen Vorgang zu überwachen gibt es sogenannte “Brutwächter”, deren Aufgabe es ist, über die Unversehrtheit des Geleges zu achten und die Jungen ("Schlüflinge" genannt) beim Schlüpfen zu unterstützen. Dabei scheint es tatsächlich wichtig zu sein, dass die Schlüpflinge durch den Konsum des Histsafts eine spirituelle Verbindung zu den Bäumen eingehen, denn ohne diese Verbindung sind bis auf wenige Ausnahmen nicht überlebensfähig. Desweiteren wachen die Brutwächter darüber, dass jeder Stamm und jede Gemeinschaft ihren “Anteil” an der Nachkommenschaft erhält, indem sie die Eigenschaften der Jungen und ihre Geburtszeichen deuten und so zum Beispiel Schlüpflinge, die unter dem Zeichen des Schattens geboren sind den Schattenschuppen zugestehen, einem Mörderkult mit Verbindungen zur Dunklen Bruderschaft, die Sithis, die große Leere als ihren Schutzpatron verehren.
Argonier, die aus dem gleichen Gelege stammen nennen sich dabei “Eibruder” und “Eischwester”, ihre gesellschaftliche und spirituelle Verbindung damit ausdrückend und sich gegenseitig als Familie ansehend, die Gemeinschaft so stärkend. Die Begriffe werden aber auch gern einmal generell für andere Argonier verwendet um diese Verbundenheit durch die Hist auszudrücken.
Junge Saxhleel wachsen in der Obhut der Gemeinschaftr auf, wo sie die grundlegenden Techniken des Überlebens und der Versorgung lernen. Die Inhaber besonderer Stellungen der Gemeinschaft (wie die Brutwächter oder Schamanen) suchen sich ihre Nachfolger selbst aus und unterweisen diese. Als ein Übergangsritus zum Dasein als Erwachsener, konsumieren die jungen Argonier erneut den Saft der Hist und erhalten ihren Namen, unter dem sie fortan in der Gemeinschaft bekannt sein sollen. Dies nennen sie den “Tag der Namensvergabe”. Dem Saft wird generell nachgesagt, er könne Körper und Seele eines Argoniers verändern. In welchem Ausmaß das jedoch zutreffen mag ist unbekannt.
Argonier kennen die Tradition der Heirat, bei der die Zukünftigen einander selbstgemachte Kleinode aus Wurzelholz anvertrauen, meist Ringe, um ihre symbolische Verbundenheit auszudrücken. Für traditionsbewusste Argonier ist es unheimlich wichtig, dass sie bei oder nach ihrem Tod dem Wurzelwerk der Hist übergeben werden. Sie glauben, ihre Seele würde von diesen Wurzeln wieder aufgesogen und ihre Erinnerungen würden an die Hist übergehen. In seltenen Fällen sollen die Hist auf diese Weise sogar eine Reinkarnation eines Argoniers bewirkt haben.
Angeführt werden die Stämme von einer Vielzahl unterschiedlicher Führungspersönlichkeiten, ob nun einem Häuptling oder einem Hexenpriester (dabei spielt das Geschlecht keine Rolle) oder von einem Ältestenrat. Sie verwalten die weltlichen Belange der Gemeinschaft, während die Deutung der spirituellen Verbindung zu den Hist und deren Wohlergehen den Baumhirten obliegt, die die Rolle der Berater und oberster Stammesschamanen einnehmen.
Diese tiefe, empathische Verbindung zu den Hist gibt manchen Argoniern Visionen ein, die die Baumhirten ebenso deuten (und so dem Willen der Hist Gestalt verleihen) wie sie Antrieb für Veränderungen innerhalb der Gemeinschaft und nach Außen hin sind, die Hist zu den wahren “Anführern” der Argonier machend. Alle Argonier kennen jedoch diese unterbewusste Verbindung zum Kollektiv der Hist, das mal als "Melodie, in dem jede Note einen Baum im Netzwerk darstellt" beschrieben wurde. Durch diese Verbindung können die Hist das Volk der Argonier subtil beeinflussen, auch wenn sie durch große, räumliche Distanz zur Marsch und damit dem Wurzelnetzwerk der Bäume schwächer wird.

  • Natürlich gibt es Argonier, die ausserhalb der Stammesgemeinschaft leben. Diese "Lukiul" oder "Angepassten" gelten bei den Stämmen als soziale Absteiger und verweichlicht. Lukiul stellen den Großteil jener Argonier, die in anderen Teilen Tamriels leben. Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass sie sich selbst nicht unbedingt als solche betrachten. Für den Stamm aus dem Inneren der Marsch kann ein Argonier, der in den Städten der Grenzen und Küstengebiete lebt schon ein Lukiul sein, während dieser nur solche Saxhleel als Lukiul betrachtet, die fernab ihrer Heimat leben und jegliche Verbindung zur Marsch aufgegeben haben. Das geht sogar soweit, dass die traditionellen Stämme Lukiul die Gastfreundschaft verwehren, wenn sie den Traditionen nicht gerecht werden.
    Die Tatsache, dass Lukiul dazu tendieren, sich an ihre (gesellschaftliche) Umgebung anzupassen tut ihr übriges, um eine kulturelle Kluft zwischen den isolierten Stämmen und ihren Brüdern in der Außenwelt zu schaffen.

  • Im Westen der Marsch und damit unter direktem, kaiserlichen Einfluss befindet sich die schwarze Tempelstadt Gideon. In ihren Tempeln herrschen die Priesterkönige Seths, einem Aspekt von Sithis. Seth, der große Zerstörer verlangt von seinen Anhängern ständige Opfergaben, in Form von Blut und Knochen. Es versteht sich von selbst, dass diese barbarischen Praktiken von den kaiserlichen Gesandten lange Zeit unterdrückt wurden, durch den Bürgerkrieg nun aber wieder neu aufleben.

  • Der Kult der Schattenschuppen bildet eine Gemeinschaft von Assassinen, die allesamt Argonier sind, geboren unter dem Sternzeichen des Schattens. Als junge Schlüflinge werden sie der Dunklen Bruderschaft übergeben um im Mordhandwerk trainiert zu werden. Viele der Schlüpflinge werden dabei jedoch für unwürdig erachtet oder überleben gar das harte Training nicht. Diejenigen, die bestehen, gelten nicht nur als vollwertige Mitglieder der Bruderschaft sondern kehren auch häufig zu ihren Gemeinschaften in der Marsch zurück, wo sie zwischen ihren Eigeschwistern leben, bis ihre Schutzgottheit Sithis sie ruft, um ein Schwarzes Sakrament zu erfüllen oder um die Pläne der Hist voran zu treiben.

  • In den weitläufigen Mangrovensümpfen der Küstengebiete leben viele Argonier nicht nur vom reichhaltigen Fischfang, sondern unterstützen auch die Piratenmannschaften, die die verwinkelten Wasserwege als ihre Verstecke nutzen. Die Piraterie ist dabei sowohl dem Kaiserreich als auch nun den Truppen der verschiedenen Bündnisse ein Dorn im Auge.

2.2. Glaube

Wie erwähnt verehren die Argonier die Hist als ihre Schöpfer und Lebensspender und sehen sich daher oftmals als deren natürliche Diener. Ein Umstand der viele Argonier die Sklaverei unter den Dunmer ertragen lies. Sie sind der Auffassung, alle Hist seien tief unter der Marsch durch ein gemeinsames Wurzelwerk verbunden, ein gemeinsames Bewusstsein dadurch erschaffend (darum benutzen manche Argonier auch den Begriff "der Hist" obwohl sie dabei durchaus alle Hist meinen können). Darüber hinaus verehren sie jedoch auch Sithis, als jenes Prinzip, dem sie wiederrum die Entstehung der Hist zuschreiben. Sithis ist die ewig hungrige Bestie, die verschlingende Leere vor der die Hist sie bewahren. So gibt es in Gideon eine Bruderschaft des Seth, die sich speziell Sithis verschrieben hat. Darüber hinaus sind Argonier bekannt, die den Glauben ihres Umfelds angenommen haben, wobei jedoch ihre Verbindung zu den Hist niemals geleugnet wird. Aber auch einfachere Formen der Naturverehrung, wie die Anbetung der Sonne sind unter Argoniern nicht unbekannt.
Für die Echsen sind die Hist in der Lage, den gesamten Verlauf der Zeit - von ihrem Ursprung bis zu ihrem Ende - gleichzeitig zu betrachten. Sie gelten damit als "allwissend". Auf dieser Annahme basiert verehren die Argonier die Hist als Weise und auch das kulturelle Zeitbewusstsein dieses Volkes ist durch diese Annahme geprägt: Für die Argonier ist Zeit keine stetig voran schreitende Linie. Viel mehr sehen sie "Zeit" oder eher die Geschehnisse zu jedem beliebigen Zeitpunkt als eine Art "großen Fluss" an. Das Gestern oder das Morgen hat keine so große Bedeutung wie das Hier und Jetzt. Um die Vergangenheit und die Zukunft sorgen sich die Hist und diese denken in ganz anderen Dimensionen als die Stämme der Saxhleel.


2.3. Sprache

Die Sprache der Argonier - eine Sprache geprägt von Fauch-, Klick- und Zischlauten sowie kehligen Vokalen - stammt angeblich von den Hist und nennt sich "Jel". Sie ist aufgrund ihrer besonderen Form praktisch nicht aussprechbar für Nicht-Argonier. Auffällig ist auch, dass Jel keine grammatikalischen Zeitformen kennt, ausser ein paar Formulierungen bezogen auf die kürzliche Vergangenheit oder die nahe Zukunft.

  • Der Tag der Namensvergabe bezeichnet einen wichtigen Punkt im Leben eines Argoniers. Doch was sind übliche Namen für Argonier?
    Üblicherweise tragen sie 2-3 Namen. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass ihre Namen in Jel gesprochen werden, was für Nicht-Argonier kaum zu verwenden ist. Daher geben sie entweder einfacher auszusprechende Namen an, oder übersetzen diese sogar. Dabei fällt auf, dass ihre Namen scheinbar charakteristische Bezeichnungen sind, basierend auf ihrem bisherigen Wesen oder ihrer Tätigkeit im Stamm. So kennen wir den Argonier "Haj-Ei" auch als "Bedeckt-seine-Augen".

2.4. Beziehungen zu anderen Völkern

Den Argoniern als Volk ist die Fähigkeit sich an ihre Umgebung anzupassen zu eigen. Dennoch gibt es eine Reihe von Umständen, die das Zusammenleben mit ihnen nicht immer einfach machen. So scheint es eine natürliche Abneigung zwischen Khajiit und den Echsenwesen zu geben, die oftmals zu Grenzscharmützeln zwischen der Schwarzmarsch und Elsweyr geführt hat, einzig abgemildert durch die Präsenz des Kaiserreichs entlang des Niben. Die Kaiserlichen und andere vornehmlich menschliche Völker meiden Argonier seit der Grippe als unrein, aber schon zuvor galt der Umgang mit den verschlossen wirkenden Echsen als eine Herausforderung. Dunmer und Argonier haben eine schwierige Beziehung zueinander, da die regelmäßigen Sklavenjagden im Norden der Marsch in der Vergangenheit die Bevölkerung der Argonier vor Ort ausdünnte.


3. Geschichte der Argonier

Wir wissen bereits, dass die Argonier glauben, die Hist hätten sie erschaffen. Zwei weitere Aspekte ihrer Geschichte sind jedoch ebenso bedeutsam, um die Selbstwahrnehmung und ihre Sicht auf die anderen Völker (die sie "Trockenhäute", "Weichhäute" oder "Röchler" nennen) näher zu verstehen.


3.1. Das Kaiserreich

Aufgrund der unzugänglichen Natur der Schwarzmarsch war das Gebiet lange Zeit ein Zufluchtsort für Piraten und Deserteure des Kaiserreichs. Unter Reman II. fand eine Eroberung der Küstengebiete statt und nach der Schlacht von Argonia wurde die Marsch als Provinz ins Kaiserreich eingegliedert, wodurch die Grenz- und Küstengebiete von kaiserlichen Gouverneuren übernommen wurden. In der natürlichen Bevölkerung sah das Reich kaum mehr als billige Arbeiter oder Kanonenfutter für die kaiserlichen Legionen. Bisher stolze und unabhängige Stämme wurden als Vasallen unter das Joch Cyrodiils gezwungen, was auf lange Zeit hin das Misstrauen der Argonier gegenüber dem Reich wecken sollte. Insbesondere dadurch, dass die Schwarzmarsch zur Deportation von verurteilten Verbrechern und politischen Dissidenten genutzt wurde und deren Abneigung gegenüber dem Kaiserreich sich mit dem Unmut der argonischen Bevölkerung aufstaute.


3.2. Die Dunmer und die Sklaverei

Aber nicht nur die Menschen haben das Bild der Argonier von ihrer Außenwelt geprägt. Im Norden der Marsch machten die Sklavenjäger des Dunmer-Hauses Dres schon seit vielen Jahren reiche Beute unter den Stämmen, sie teilweise zur Gänze verschleppend und als Sklaven verkaufend. Die Dres sehen in ihnen kaum mehr als Tiere und behandeln sie auch so, sie eher abrichtend denn als Sklaven für ihre Tätigkeiten unterweisend. Unter kaiserlicher Herrschaft etablierte sich eine Gruppierung von Argonier, die Verwaltungsaufgaben in der Provinz übernahmen namens "Archein". Diese Archein waren berüchtigt dafür, dass sie die schwächeren Stämme in die Sklaverei der Dunmer veräusserten und so ihre eigene, vor allem finanzielle Situation verbesserten. Es versteht sich von selbst, dass die Archein noch unter den Lukiul im Ansehen der Stämme rangierten. Mit dem Zusammenbruch des Kaiserreichs und der Entstehung des Pakts verloren diese Archein jedoch schnell ihre Stellung und oft auch ihr Leben.


3.3. Die Knahaten-Grippe

Im Jahre 560 brach in Sturmfeste eine Krankheit aus, die sich bald als Epidemie über ganz Tamriel verbreiten sollte: Die Knahaten-Grippe. Eine tödlich verlaufende Erkrankung, deren Ursprung offen bei den Argoniern vermutet wird, die nicht nur vollkommen immun gegen die Krankheit waren, sondern damit auch jegliche nicht-argonische Bevölkerung in der Schwarzmarsch auslöschten und auch ihre Nachbarn, die Khajiit Elsweyrs mit der Auslöschung bedrohte, wären die Altmer des Dominions nicht gewesen.


3.4. Der Ebenherz-Pakt

Mit dem Zusammenbruch des Kaiserreichs und der Invasion der Akaviri im Norden entstand für die Argonier der nördlichen Schwarzmarsch und ihre versklavten Brüder und Schwestern in Morrowind eine neue Situation. Die Stämme Schattenfenns entsandten Kriegsverbände gen Norden, um den Truppen des Skaldenkönigs und Almalexias beizustehen. Nachdem die Akaviri zurückgeschlagen waren, willigten diese Abgesandten der Marsch ein, den Pakt zu unterstützen, wenn als Gegenleistung die Sklaverei ihrer Eigeschwister ein Ende hätte. Zähneknirschend wurde eingewilligt (nicht zuletzt auf Befehl Almalexias) und argonische Krieger wie freigelassene Sklaven brachten ihre Fähigkeiten in den Pakt mit ein. Längst nicht jeder Dunmer hält sich jedoch an das Verbot und so finden immernoch einzelne Sklavenjagden im Geheimen statt, das Bündnis zwischen Echsen und Dunkelelfen deutlich belastend.


4. Weiterführende Links


Weiterführende Quellen:
http://www.uesp.net/wiki/Lore:Argonian
http://www.uesp.net/wiki/Lore:Argonian_Names
http://www.imperial-library.info/search/node/Argonian
https://www.imperial-library.info/conten…nians-shadowfen

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