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Ebenherz-Pakt [Nordsiedlung] Jernheim

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Margra

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21

Donnerstag, 16. Mai 2019, 22:25

Zur besseren Vorstellung von Jernheim existiert nun eine kleine Karte.
Ein Dankeschön an LilGrayaen dafür.


~*~



~*~

"True honor need not be named."
- Talia at-Marimah, Ash'abah, Alik'r -

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Anska (16.05.2019)

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22

Montag, 28. Oktober 2019, 22:16

- Skhildrun -





Kynes Stürme wüteten in jener Nacht, als gäbe es kein Morgen mehr. Die Wellen bäumten sich auf, wurden von den Winden auf die Felsen getrieben wie die unterliegenden Soldaten einer Schlacht. Gischt spritzte auf, als sie zerschmettert wurden, und in der finsteren Nacht wollten die Augen eines jeden, der sich an Deck an die Taue klammerte, die Hände der Göttin regelrecht sehen, die sich in die See gruben, um diese zu erwecken.
Skhildrun Ylvasdottyr war eine von ihnen! Eine der Nord, die sich über die rutschig gewordenen Planken des Schiffes vorankämpfte, das unter ihren Füßen hin und her wankte wie der riesige Leib einer grob geschuppten Schlange. Blitze zuckten über den Himmel und ließen das Holz allzu lebendig glänzen. Das grelle Licht brannte jedes Mal in den Augen, so wie die Donnerschläge hoch über ihr in den Himmeln grollend in den Ohren schmerzten. Die Böen indessen rissen jeden Befehl, der gebrüllt wurde, einfach mit sich, so dass sich die Mannschaft und somit auch Skhildrun selbst nur noch auf ihre Erfahrung verlassen konnte, auf das Band, das zwischen ihnen geknüpft worden war über die verstrichenen Wochen und Monate auf See.

Ein weiterer Ruck ging durch die Nurnhildes Rache und das Nordweib glaubte gar, das Ächzen und Stöhnen des Holzes hören zu können. Ihr Rücken wurde gegen die Reling geschmettert und sie umgriff mit ihren beiden Händen das Tau, das sie gerade erst von Neuem befestigt hatte, kaum, dass es sich losgerissen hatte. Schmerz und Euphorie durchglühten ihr Innerstes, als sich auch schon ein Grinsen auf ihre Lippen schlich und kaum einen Atemzug später auch schon ihre Zähne offenlegte. Skhildrun lachte. Das Salzwasser schmeckte und fühlte sie gleichermaßen, das Haar klebte ihr in Strähnen auf dem wilden Antlitz und der Wind umtoste sie so kraftvoll, dass sie die Stimme Kynes bis in ihre Eingeweide hinein spüren konnte!

„Nich', dass es dich wegreißt, Kleine, wir würd'n dich im Wasser nich' mal mehr seh'n, aye?!“, brüllte die Stimme eines rotbärtigen Hühnen, der sich ganz in ihrer Nähe gegen einen Mast lehnte und zu ihr herüber blickte, über das Stürmen hinweg, „'s wär doch fast schade drum. Unter Deck mit dir!“
Es lag etwas in der bärbeißigen Stimme, das durchaus Sorge in sich trug, doch Skhildrun schüttelte lediglich ihren Kopf und blies sogar etwas ihre Wangen auf. Der Trotz loderte Bjoern regelrecht entgegen aus den hellen Augen des jungen Weibes.

„Das würd' dir so passen, alter Mann!“, rief sie ihrerseits zurück, die Stimme gerade kräftig genug, dass es bis an seine Ohren heran dringen mochte, „Wenn wir schon nach Jernheim zurückkomm'n, werd' ich bestimmt nich' unter Deck kauern!“
Eine Welle schwappte über die die Reling des Schiffes hinweg und umspülte ihre Beine. Einen Moment lang war es wie in den Liedern, die von den Seeweibern erzählten, die einen tief in die See herabzerren wollten.... und dann schwand das Wasser auch schon wieder dahin und ließ eine auch weiterhin grinsende Skhildrun zurück.

Aye, das hier war alles, das zählte. Nur auf dem hölzernen Leib der Nurnhildes Rache fühlte sie sich lebendig! Und genau das sollte ihre Mutter und sollten ihre alten Freunde sehen, wenn sie Seite an Seite mit ihren Gefährten das Schiff sicher nach hause brachte.
Sie würde Kynes Stürmen auch weiterhin ins Gesicht lachen und sich ihrer als würdig erweisen!


[Quelle: Elder Scrolls Online, Medien]


Durchnässt bis auf die Knochen, schlotternd und mit leise klappernden Zähnen, die sie jedoch unter dem Mantel verbarg, den sie sich um die Schultern geschlungen hatte, harrte Skhildrun schließlich eine ganze Handvoll an Stunden später am Bug der Nurnhildes Rache aus und blickte in Richtung des Ufers. Der Sturm hatte nachgelassen und die Winde der Kyne umwirbelten sie nur noch wie eine bedeutend sanftere Erinnerung an das, was sie überstanden hatten.
Leise schnaufte sie aus, das Lächeln noch immer auf den Lippen und den verwegenen Schimmer in den Augen, der so leicht nicht mehr verschwinden würde. Oh nein! Und trotzdem wäre es auch eine Lüge gewesen, hätte sie behauptet, dass das Feuer, das auf jenem Turm an den Stegen Jernheims entzündet worden war in dieser Nacht, sie nicht lockte.

Die Wärme, die Heimat, ein dampfender Krug Met und hoffentlich auch noch ein gutes Stück Braten – all das ließ ihr Herz höher schlagen. Das Heimweh, das sie immer wieder erfüllt hatte in der Ferne, loderte nun für einen Moment mit solcher Gewalt in ihr auf, dass es ihr die Tränen in die Augen trieb. Tränen, die sie rasch fort blinzelte und die sie, hätte denn jemand gefragt, leicht auf den Wind und das brennende Salz hätte schieben können.
Ihre Hand umgriff den Griff ihres Schwertes etwas fester, indessen die andere Pranke auf dem Holz des Schiffes ruhen blieb.

Es war ein gutes Gefühl, endlich heimzukehren.
Und das nicht nur, weil die Kälte der Sturmnacht selbst ihr – einer Nord der Ostmarsch – langsam aber sicher in die Knochen gekrochen war.


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- OOC -


Obwohl wir uns gerade nicht in Jernheim selbst befinden, sondern vielmehr in der Heimat der Argonier, gehört dieses Thema auch einmal wieder entstaubt.
Wenn ihr Interesse am Spiel mit dem Bärenbanner und Jernheim hegt, dann meldet euch nur.

Auf bald einmal in HImmelsrand!
- Das Bärenbanner -
"True honor need not be named."
- Talia at-Marimah, Ash'abah, Alik'r -

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SewerFairy (05.11.2019)

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23

Dienstag, 17. Dezember 2019, 23:08





Die Sonne stand bereits niedrig, als die „Nurnhildes Rache“ in den Hafen von Windhelm einfuhr. Nicht, dass die Tage um diese Zeit des Jahres noch sonderlich andauern würden, dennoch konnten alle an Bord wohl froh darum sein, ihre Ladung gemeinsam mit den Hafenarbeitern noch im Dämmerlicht löschen zu können. Eisen war es, das sie aus Jernheim hergebracht hatten, um dieses wiederum für Vorräte für den Rest des Winters einzutauschen. Seit jeher hielt es die Siedlung, die an einer seit vielen Jahren ergiebigen Eisenmine lag, so, und seit jeher war Windhelm dankbar für die Ressourcen, die so dringend für den Krieg benötigt wurden.
Seitdem der Krieg der Drei Banner entbrannt war, schürften mehr Arbeiter denn je Erz in den Stollen unterhalb der großen Felsen, die die Nord vielfach das Rückgrat und die Schultern von Jernheim nannten. Das bedeutete nicht, dass ihnen sorglose Winter beschert wurden, dennoch: Es lohnte sich. Entsprechend war die Stimmung derer, die von Jernheim aus hergekommen waren. Nicht nur, dass sie reichlich Vorräte in die Heimat bringen können würden, nein, sie würden einige weitere Schnitzereien für den Bug der „Nurnhildes Rache“ erstehen und alte Freunde und Familie in Windhelm besuchen können. So stimmte manch ein zupackender Mann und manches Weib die Gesänge alter Helden und Legenden an, und aye, hin und wieder mischte sich auch ein Trinklied hinein. An der beherzten Stimmung änderten der leichte Schneefall und die immer wieder auffrischenden Böen rein gar nichts.



Eher im Gegenteil: Bereits als sie angekommen waren, hatte Skhildrun, die kleinste Nord auf der „Nurnhildes Rache“, lautstark verkündet: „Kyne selbst begrüßt uns in Windhelms Mauern!“ Danach hatte auch sie sich ans Löschen der hergebrachten Waren gemacht und harrte nun, da sie auf die Gegenleistung Windhelms warteten, auf den Stegen aus. Die Gerüche der Speisen, die in der Nähe zubereitet wurden, stiegen ihr wie auch ihren Gefährten in die Nasen. Hinzu kam der Duft frischgebackenen Brotes von einer nahegelegenen Bäckerei … und die unverkennbaren Eindrücke gerade erst gefangenen und hergeschafften Fisches.
Es herrschte reges Leben am Hafen, die Hafenarbeiter und Händler drängten sich dicht an dicht. Und die Rufe jener, die etwas an den Mann oder das Weib bringen wollten sowie die gebellten Befehle der Seefahrer übertönten alles andere.



Und noch ein Bonusbild - Klick mich - ...



Welcher arme Nord wohl mit der Dunmer reden muss?
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Sternensichel (20.01.2020)

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24

Montag, 20. Januar 2020, 10:13

Fernab von Jernheim...

Sie trat schwerfällig in die wabernden Schatten des kleinen, prasselnden Feuers, welches in den Kreis der Steine gebettet wurde. Die Wunde an der Hüfte schmerzte noch immer, wenngleich sie bereits einen fortgeschrittenen Heilungsprozess erreicht hatte. Bjerrna knirschte mit den Zähnen als sie das Gesicht erblickte, dessen Schuld es in ihren Augen war und so zogen sich die Augenbrauen der Schildmaid zusammen, während sie sich auf einem der Baumstämme nieder ließ.
Die Verletzte lenkte ihren Blick in die zuckenden Flammen, ergriff ihr Messer und begann das kleine Stück Holz weiter damit zu bearbeiten. Sie wusste, ihr Gegenüber würde nicht lange durchhalten und die Stille durchbrechen.

"Du denkst, es war meine Schuld." erklang die Stimme des Mannes wie erwartet nur ein paar Augenblicke später.
"Es IST deine Schuld, du Trottel." schnitt sie ihm scharf weitere Worte ab. "Du hättest bei mir bleiben sollen, mir den Rücken stärken. Stattdessen..."
"Stattdessen was? Ich habe uns zum Erfolg geführt!" Nun war er es, der sie unterbrach. Bjerrna schnaubte und hob den Blick, um dem Mann in die Augen zu sehen.
"Wegen dir haben wir vier gute Männer verloren. Du hast deine Position verlassen und mich in eine Lage gebracht, die auch mir fast das Leben gekostet hätte." Sie spuckte auf den Boden und senkte den Blick auf das Stück Holz in ihren Händen zurück. "Du dummer Idiot. Ich hoffe, sie werden dir Verstand einprügeln."

Stille machte sich am Lagerfeuer breit. Der Mann, der sich Skarjolf nannte, erwiderte nichts. Er war gänzlich von seiner Tat überzeugt und Bjerrna war sich sicher, er würde die Einzelheiten, die Wahrheiten und für ihn wohl Nebensächlichkeiten auslassen, damit ihn die Skalden besingen, wenn er heimkehrte.
Sie beobachtete aus den Augenwinkeln, wie der Nord sich erhob. So hielt sie inne, lenkte den Blick langsam empor und zeigte mit der Messerspitze zu ihm auf. "Skarjolf, das Kameradenschwein. Ich bin sicher, die Textzeilen werden grandios. Wenn ich Skrava deine Geschichte erzähle, wird sie eine kaiserliche Hofnärrin imitieren."
Skarjolf wandte sich schnaufend um und die Augen des Nordweibs blitzten auffordernd.
"Dann werden wir trinken, Skrava und ich. Wir werden lachen, dich aufs Korn nehmen und dann... dann werden wir dich verfluchen und dir die Geister der Gefallenen auf den Hals hetzen, die du auf dem Gewissen hast!"

Eine Hand legte sich auf die Schulter des wütenden Nord, der gerade im Begriff war nach vorn stürmen zu wollen. Seine Faust hatte er bereits erhoben und Bjerrna war sich sicher, ihre Worte gleich im Gesicht zu spüren.
"Geh, Skarjolf." erklang die ihr vertraute Stimme.
Jene Stimme, die ihr immer und immer wieder den Arsch rettete und das nur, weil sie den Mund nicht halten konnte. Es brachte ihr die gute Laune zurück zu sehen, wie dieser Skeever kleiner wurde und kein Wort heraus brachte, als Njordr an ihn heran getreten war. Ohne auch nur ein weiteres Wort zu verlieren wandte er sich erneut vom Lagerfeuer ab und verschwand, während sich der rothaarige Hühne neben sie setzte.

"Du solltest Vaters vererbtes Mundwerk zügeln."
"Und du solltest dich waschen." Der Ellenbogen des Nord rammte freundschaftlich ihren Arm, dann neigte er sein Kinn gen des Holzes, welches sie noch immer in den Händen hielt.
"Was wird das?" erhob er erneut das Wort und betrachtete die bereits bearbeitete Maserung.
"Ein Amulett." erwiderte sie seufzend und schnitzte weiter an der Form. "Für Skrava. Oh Njordr, ich vermisse dieses jähzornige Weib. Und so wie es mir widerstrebt deine Seite zu verlassen bin ich froh, bald die Ihre wieder auszufüllen."

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Margra (20.01.2020)