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Viola Valerius

ESO-Rollenspiel Journalistin

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Donnerstag, 28. Juni 2018, 11:48

Wie der mächtige Greif zu „ESO: Summerset“ kam


Auf Sommersend sind viele gefährliche und beeindruckende Tiere beheimatet, doch keines ist so majestätisch und mächtig wie der Greif. In diesem Artikel erfahrt ihr mehr über diese geflügelten Wunder und die einzigartigen Herausforderungen, denen sich das Team stellen musste, um sie für „Summerset“ zum Leben zu erwecken.


ESOs Greifen sind so selten wie wild. Man findet sie ausschließlich auf Sommersend und die dort ansässigen Hochelfen haben eine sehr hohe Meinung von ihnen.

„Das Symbol des Aldmeri-Dominions ist der Adler, und da Greifen eine Kombination aus Adler und Löwe sind, sind sie schon deshalb symbolisch wichtig für die Hochelfen“, erklärt ESO-Loremaster Lawrence Schick. „Gewissermaßen sehen die Hochelfen in den Greifen etwas, das sie an sich selbst verehren: Stolz, Schönheit, Stärke und Weisheit.“

Auch wenn es nur wenige von ihnen gibt, kann man Greifen immer noch in der Wildnis von Sommersend nisten sehen. Doch solltet ihr auf euren Reisen auf einen treffen, empfehlen wir euch zu flüchten anstatt zu kämpfen. Natürlich sind nicht alle Greifen auf der Insel aggressiv. Einige wurden so trainiert, dass sie an der Seite ihrer Hochelfen-Meister kämpfen, wie jene, auf denen die Welkynare reiten, die von Geburt an eine besondere magische Verbindung zu ihren Greifen aufbauen. Zusätzlich zu den greifenreitenden Rittern von Wolkenruh schützt auch ein zahmer (wenn auch weiterhin wilder) Greif namens Sunnawel die südliche Küstenstadt Sonnenfeste.


EINZIGARTIGES KONZEPT

Während er die Greifen von Sommersend entwarf, war Concept Artist Lucas Slominski mit der Art und Weise, wie die Kreaturen typischerweise in der Fantasy dargestellt werden, unzufrieden.

„In vielen traditionellen Abbildungen, die ich gesehen habe, scheinen sie ganz wortwörtlich Kombinationen aus Adler und Löwe zu sein, wobei die Körperteile der jeweiligen Art bunt zusammengewürfelt sind“, fasst Slominski zusammen. “Letztlich kommt dabei ein Mischmasch aus Fell und Federn, Säuger und Vogel heraus, der als zusammengehörige Kreatur wenig glaubhaft erscheint.“

Im Falle der Greifen von ESO glaubte Slominski, dass eine gewisse Logik hinter ihrem Erscheinungsbild vonnöten wäre.

„Anstatt Greifen als buchstäbliche Verbindung aus zwei Kreaturen zu begreifen, begann ich ganz von vorn, stellte mir ein geflügeltes, vierbeiniges Raubtier vor, das für das Fliegen geschaffen ist, und über Eigenschaften verfügt, die man auch an Großkatzen und Raubvögeln beobachten kann.“

Als Referenz schaute sich Lucas die Anatomie von Löwinnen, Geparden, Steinadlern und Schopfadlern an (wobei letztere vor allem als Inspiration für den Federschmuck auf dem Kopf dienten), und fand auch Darstellungen von gefiederten Dinosauriern hilfreich, um die Beine des Tiers mit Gefieder zu versehen.




„Ich fing an, indem ich die Muskelanatomie von Katzen umarbeitete, damit sie an den Schultern ansetzende Flügel und ein Vogelgenick unterstützen konnte. Dann ersann ich eine glaubwürdige Zehenanordnung für den Greifennfuß, die an den umklammernden Krallen des Adlers festhalten, während sich das Tier gleichzeitig an Land schnell und behände fortbewegen kann. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass es für unseren Greif wichtig wäre, vollständig in Federn gehüllt zu sein anstatt halb Federkleid halb Fellkleid aufzuweisen, wie man es oft bei traditionellen Greifen sieht.“

Die Einzigartigkeit der Greifen von Sommersend wird an ihren gefiederten Schwänzen und Läufen offenbar, die beim Fliegen und bei Wendemanövern auf der Beutejagd von Vorteil sind. Besonders sind auch ihre majestätischen Köpfe und Ohren.

„Meine Lieblingsteile beim Greifenentwurf sind seine markanten Luchsohren. Die Ohren unterstreichen den dringend benötigten Katzeneinfluss bei der Kopfform des Greifen; und was noch wichtiger ist: Sie steuern den reizvollen Charme von Raubtierschönheit bei, von dem ich immer noch nicht genug bekommen kann.“


DIE BESTIE ZUM LEBEN ERWECKEN

Wenn ihr in ESO: Summerset auf einen Greif trefft, werdet ihr feststellen, dass sie besonders wendige und gefährliche Widersacher sind. Sie können vom Boden aus zuschlagen oder während sie in der Luft schweben. Diese Monster zwingen euch, die Augen überall zu haben.

Diese doppelte Bedrohung und der Übergang zwischen Luft und Boden während des Kampfes machten die Greifen zu solch einer Herausforderung für das Monster-Team von ESO.




„Bei der Entwicklung der Greifen kam das zusammen, was wir aus der Feuertopfspinne und dem Krähenschrecken aus „Clockwork City“ gelernt haben“, resümiert Sean Wicks, Lead Encounter Designer. „Vom Entwicklerstandpunkt aus betrachtet bestand die Herausforderung darin, den Übergang zwischen Fliegen und Nicht-Fliegen reibungslos hinzubekommen, damit er sich natürlich anfühlt und die Kreatur nicht hilflos wirkt. So kann sich der Kampf ändern, während er andauert, wodurch die Kreatur einen viel lebendigeren Eindruck vermittelt.“

Da ESOs Greifen sowohl am Boden als auch in der Luft kämpfen und bekämpft werden können, mussten mehr als doppelt so viele Animationen in beiden Situationen gut aussehen und glaubhaft ineinander übergehen. Das Team hat viel Zeit darauf verwendet, seine Herangehensweise und die Zusammenarbeit mit dem Animationsteam zu diskutieren, um dies zu erreichen.

„Da es sich um eine Kreatur mit sechs Gliedmaßen handelt, verfügt der Greif natürlich auch über mehr Knochen als die Tierchen, mit denen wir üblicherweise befasst sind. Somit mussten unsere technischen Künstler sehr viel mehr ausprobieren und sicherstellen, dass alles auch im Spiel funktioniert, während die Kreatur gleichzeitig einfach zu animieren sein muss.“


EINE (MONSTRÖSE) TEAMANSTRENGUNG

Selbstredend war ein hoher Grad an Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Teams notwendig, um die geflügelten Bestien zu erschaffen, die ihr heute auf Sommersend antrefft.

Sobald das Team entschieden hatte, dass Greifen realisiert werden sollten, und vom Loremaster das O.K. erhalten hatte, begann der lange Prozess, den es braucht, um das Monster nach Tamriel zu bringen. Das Team begann mit Lucas' Entwurf und Konzeptzeichnung und ging dann zum grundlegenden 3D-Design und zur Animation über.

Währenddessen musste man sich darüber klar werden, wie sich die Kreatur letztlich bewegen und wie sie kämpfen sollte. Dies beinhaltete sowohl die Kampffähigkeiten und -aktionen als auch das Verhalten vor dem Zusammentreffen mit den Spielern.




„Das Designteam arbeitet alle Fähigkeiten und Verhaltensweisen anhand eines bereits existierenden Monsters aus, um einen Prototyp zu erstellen, der das letztendliche Erlebnis repräsentieren soll“, verrät Wicks. „Sie machen sich weitergehend Gedanken über die Motivation der Kreatur und fordern Animationen für all das an, was der Spieler außerhalb des Kampfs sehen wird.“

Als der Stellvertretergreif fertig war, machten sich die Künstler daran, ihn zusammen mit den Animatoren auszustatten und ihn anzureichern, wobei alle Mechaniken eingebaut werden, die die Animatoren brauchen, um das neueste Tier auf Grundlage seines Entwurfs effizient zu animieren. Sobald die grundlegende Animation abgeschlossen war, sorgten die Effektkünstler dafür, dass alles, was die Kreatur tut, mit einem passenden Effekt verbunden ist – ob während oder außerhalb des Kampfs.

„Dazu gehören Sachen wie Elementarmagie, Bluttropfen, aufgewirbelter Staub und Fußspuren“, nennt Wicks Beispiele. „Wir alle achten sehr auf Flächeneffekte, damit die Optik mit dem übereinstimmt, was dem Spieler zustößt.“

Dann erstellte das Audio-Team alle notwendigen Klänge für das Tier, damit die Spieler verstehen, wann etwas passieren wird und sowohl eine befriedigende akustische Rückmeldung als auch atmosphärische Untermalung haben.




Nachdem auch dies abgeschlossen war, widmete sich das Team den Tests und ersann Variationen für unterschiedliche Greifenarten, die man auf Sommersend antrifft (beispielsweise in der Prüfung, als mächtige Gegner und jene, die einfach so in freier Wildbahn umherziehen). Schließlich probierte das Team das Monster auf dem Testserver aus und beobachtete, wie Spieler mit ihm interagieren, um letzte Fehler beheben und Optimierungen vornehmen zu können.

„Alles in allem war die Arbeit vieler verschiedener Leute nötig, um das zu erreichen, was wir heute auf den Liveservern sehen“, unterstreicht Wicks. „Und natürlich wollen wir das, was wir erreicht haben, weiter verbessern, um auch in Zukunft eindrucksvolle und einzigartige Monster erschaffen zu können.“


SCHAUT IN DEN HIMMEL!

Zweifellos gehören die Greifen von Sommersend zu den einzigartigsten und imposantesten Monstern in The Elder Scrolls Online. Es brauchte sehr viel Zeit und Mühe, die geflügelten Wesen richtig hinzubekommen, doch das Ergebnis ist eine Kreatur, die sowohl die Macht als auch die Würde der Hochelfen repräsentiert, während sie gleichzeitig ein herausfordernder und vergnüglicher Teil des Spiels sind. Seid ihr während eurer Zeit auf der Insel schon einem der Greifen von Sommersend begegnet? Lasst es uns wissen über Twitter unter @TESOnline_DE und auf Facebook!

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mysticarla (28.06.2018)