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Viola Valerius

ESO-Rollenspiel Journalistin

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Samstag, 9. März 2019, 12:59

Community Spotlight – Aeyvis atemberaubende Screenshots


Wenn Aeyvi Tamriel erkundet, ist sie immer auf der Suche nach der perfekten Landschaft, um sie einzufangen und der ESO-Community zu zeigen. Im neuen Community Spotlight sprechen wir mit ihr über ihre tollen Screenshots, ihre Inspiration und den Entstehungsprozess.



Du fängst Umgebungen in ganz Tamriel ein, die alle möglichen verschiedenen Szenerien darstellen. Was inspiriert dich dazu, von einem bestimmten Gebiet eine Aufnahme zu machen?

Seit ich ESO letztes Jahr eine echte Chance gegeben habe, hat es mich zu so vielen Gegenden des Spiels gezogen. Schönheit ist überall; es hängt davon ab, wie du das Wort definierst. Für mich ist Schönheit keine einzelne Blume. Es ist eine Umgebung, die mit Sorgfalt und Liebe zum Detail modelliert wurde und etwas in mir zum Klingen bringt.

Doch ganz allgemein achte ich, wenn ich mir Umgebungen anschaue, auf die Gestalt des Bodens, die Platzierung der Objekte und wie sie zueinanderstehen, die Tiefe, die Farbgebung, das Lichtspiel und die Tageszeit. Dann schätze ich ein, wie gut sie zusammenpassen. Letztlich entscheide ich, ob die Komposition „funktioniert“ oder nicht. Die Aufnahmen mache ich aus dem Herzen heraus, denn ich vergöttere das Spiel, was mir wiederum die Motivation gibt, immer mehr anzulegen.




Kalthafen & Alinor


Wie lang spielst du ESO schon, und wie bist du dazu gekommen?

Zum allerersten Mal habe ich 2014 während der Beta von ESO ein „Elder Scrolls“-Spiel ausprobiert. Zwischen 2015 und 2016 gab es dann noch ein paar kurze Sitzungen, aber damals hat es bei mir einfach nicht Klick gemacht.

Nachdem ich 2017 The Elder Scrolls V: Skyrim durchgespielt hatte, wurde mir das „Elder Scrolls“-Universum immer vertrauter, auch das Erscheinungsbild und das Spielgefühl. Als ich eines Abends mit einer Freundin über ESO sprach, schlug sie vor, ich solle es doch nochmal versuchen, dieses Mal aber meinen Fokus auf die Geschichten und das Erkunden legen. So setzte ich mich im Frühjahr 2018 hin, erstellte einen frischen Charakter und begann meine Reise von Neuem.

Ich bin sehr froh, dass ich auf meine Freundin gehört und es nochmal versucht habe. Es liegt noch so viel vor mir. Die bloße Menge an Inhalten und Hintergrundgeschichten kann einen schon etwas einschüchtern, ist aber gleichzeitig auch sehr spannend.


Auf deiner Website sprichst du von „Screenography“. Was ist das?

Seit 2017 konzentriere ich mich beim Zocken mehr auf Screenshots, weshalb ich nach einem Begriff suchte, der die Lücke zwischen Screenshots und Fotografie überbrückt. So begann ich von „Screenography“ zu sprechen. Das Wort habe ich aber nicht selbst erfunden; ich kann also nicht sagen, dass ich die erste Person bin, die beide Begriffe verschmolzen hat. Es schien mir einfach eine natürliche Art, das, was ich tue, zu beschreiben, wenn mich jemand danach fragt.

Wie ich es auf der Website formuliere: „Im Wesentlichen handelt es sich bei Screenography um das Fotografieren von Umgebungen und Charakteren im Spiel. Die Bilder entstehen, indem ich die Lande durchstreife, um die interessantesten und schönsten Ansichten im jeweiligen Spiel zu finden.“




Die Stadt der Uhrwerke


Wie gehst du vor, wie machst du eine neue Aufnahme im Spiel, und welche Werkzeuge nutzt du (falls du welche nutzt)?

Die Screenshots sind entweder unbearbeitet, mit kleineren Überarbeitungen in Picasa oder entstehen unter Verwendung von ReShade-Filtern. Der Großteil meiner Arbeiten entsteht während Screenography-Livestreams, in denen wir das Spiel erkunden, ReShade-Filter erstellen und die Aufnahmen bearbeiten.

Im Augenblick sieht mein Arbeitsprozess so aus, dass ich mir Inhalte heraussuche, die ich noch abschließen muss oder die zu einem bestimmten Thema passen, und dann fange ich mit Streamen an. Ich versuche mich überall umzuschauen, um etwas Interessantes zu finden, Details, die ins Auge fallen.

ESO bietet eine große Bandbreite an Farbpaletten, Umgebungs- und Lichteinflüssen, die es zu beachten gilt. Davon ausgehend wende ich meine aktuellen Filter an, um zu sehen, welche Auswirkungen sie haben und welche Ergebnisse ich mit ihnen erreichen kann. Sehr häufig erstelle ich aber während des Streams ReShade-Filter und spreche mit meinen Zuschauern darüber, beantworte dabei Fragen.

Zum Organisieren, Ansehen und Bearbeiten all meiner Fotos nutze ich Picasa. Pro Sitzung entstehen so zwischen 20 und 300 Bilder, sodass ich dann einen eigenen Bearbeitungs-Stream mache, um Duplikate zu entfernen und letzte Anpassungen vorzunehmen (also beispielsweise etwas mehr Kontrast, ein Leuchten einfügen, einen Farbakzent setzen oder an der Sättigung drehen), bevor die Aufnahmen veröffentlicht werden.

Häufig nutze ich einen Filter namens „Enhance“, der genau das tut, was der Name sagt: ein Bild ein kleines bisschen verbessern. Dazu gehört dann sowas wie etwas mehr Schärfe, ein wenig Kontrast, ein Hauch Helligkeit und eine vordefinierte Tiefenschärfe.

Oft sagen Leute, dass man ohne ReShade keine guten Screenshots anfertigen kann, aber das stimmt zu 100 % nicht; das kann ich gar nicht genug betonen. In jedes einzelne Bild, das Freunde der Screenography posten, fließt so viel ein: Komposition, Standort, Tageszeit, Objekte, Farbthema und so einiges mehr. Das Erstellen von Filtern ist nur ein Weg, die Bearbeitungsmethoden der Fotografie nachzuahmen.




Sommersend


In letzter Zeit zeigst du Aufnahmen von vielen verschiedenen Orten, wie der Goldküste und Trübmoor, doch man sieht auch viel von Sommersend. Was fasziniert dich so an der Heimat der Hochelfen?

Alles! In dem Moment, in dem ich die Küste von Sommersend betrat, war ich von der Schönheit dieser Landschaft ergriffen. Die Blumen waren so lebendig, die Architektur so majestätisch. Ich liebe den Umstand, dass das ganze Kapitel auf so eine heiter-ruhige Umgebung aufbaut. Noch dazu bot es einige der nettesten Inhalte, die ich je in einem MMO erlebt habe. Für mich war das Erinnerungswürdigste an „Summerset“ die Akademie der Illumination und die Questreihe „Herrenhaus der Masken“. Dieses Kapitel hat mich sofort inspiriert, einige Sommersend-spezifische Filter zu entwickeln, die ich noch bis heute nutze.


Welche Umgebungen fängst du am liebsten ein – und warum?

Küstenlinien. Sonne, Meer und Sand. Vielleicht bin ich ein kleines bisschen in ESOs Wasseranimation verknallt. Da kann ich nichts machen! Das sieht alles so realistisch aus, und so entstehen einige wirklich wunderschöne Reflexionen.

Die Stadt der Uhrwerke ist da auch ganz vorn mit dabei. Ich wollte schon lange dorthin zurückkehren, weil es so eine wunderschön designte Zone ist. Es ist faszinierend, diese in Bildern festzuhalten. Die subtileren Feinheiten zaubern immer ein Lächeln auf meine Lippen: Wenn die Sonne durch die metallischen Bäume glitzert; der Rauch, der von einem defekten Uhrwerkkuratoren aufsteigt; oder der staubige Nebel, der Lichtsäulen unter der Messingfeste umgibt.




Aeyvi und Ihrin Sarene


Es kommt eher selten vor, dass du deine Charaktere oder NSCs in deine Aufnahmen einbringst. Woran liegt das?

Mein Langzeitprojekt besteht darin, dass ich ein Portfolio anlege, das alle Gebiete in ESO abdeckt (https://tes.screenographic.com). Deshalb habe ich mich sehr auf die Landschaft und die Umgebung konzentriert. Ich spiele ein paar andere MMOs, bei denen der Charakter sehr stark in den Mittelpunkt gerückt wird. Doch ich hatte immer das Gefühl, dass mich in ESO Land und Architektur mehr ansprechen. Auch wenn ich in der Kohlenstoffwelt fotografieren gegangen bin, sagte mir die Architekturfotografie sehr viel mehr zu als Ereignisse oder Porträtfotografie.

Dies vorausgeschickt, habe ich aber auch begonnen, Charakterporträts anzufertigen, und ich habe ein paar Bilder von NSCs, die ich bemerkenswert oder verblüffend fand. Charakterporträts stellen eine etwas größere Herausforderung im Spiel dar, da es dafür kein eigenes Kamerawerkzeug gibt, aber ich tu mein Bestes!




Die Tiefen von Malatar aus Wrathstone


Welche Tipps hast du für andere Künstler, die auch staunenswerte Aufnahmen im Spiel machen wollen?

Okay, hier kommen meine besten Ratschläge:

  1. Erkundet! Reist durch die verschiedenen Landstriche mit ausgeschalteter Benutzeroberfläche, und entdeckt die Plätze, die euch am meisten ansprechen.

  2. Fangt das ein, was für euch stimmig ist, damit jede Aufnahme, die ihr macht, für euch von Wert ist und eine Bedeutung hat.

  3. Setzt euch nicht unter Druck, etwas schaffen zu müssen, weil ihr glaubt, ihr solltet mit jemandem oder etwas mithalten. Das kann eurer Kreativität schaden und raubt euch nur Energie.

  4. Probiert kostenlose Werkzeuge aus, die euch erlauben, eure Bearbeitungsmöglichkeiten zu verbessern, ohne dass ihr euch hohe Abonnementgebühren aufhalst.

  5. Achtet darauf, dass eure Bibliothek gut organisiert ist und immer eine Sicherungskopie existiert. Ich bearbeite immer direkt auf dem von Picasa angefertigten Screenshot und exportiere das Bild mit 2000px in einen eigenen Ordner. Vierteljährlich schmeiße ich ein Programm namens Visipics (behutsam einsetzen!) an, um Bilder in verschiedenen Verzeichnissen zu duplizieren und dann alle Dateien auf eine externe Festplatte zu verschieben. Dann nutze ich auch noch Dropbox, um Sicherungskopien von Filterdateien anzulegen und Bilder, die ich vielleicht noch mit Snapseed auf dem Telefon oder Tablet bearbeiten will, zu übertragen.

  6. Selbst wenn man von Natur aus ein Auge für die Fotografie hat, kann ein gewisses Verständnis der technischen Aspekte der Fotografie, wie Bildausschnitt, Tiefenschärfe oder Farbgebung, von Vorteil sein. Es gibt eine Vielzahl von Onlinekursen, Büchern und Quellen, die das in gut verdaulichen Häppchen erklären können.




Deshaan & Vvardenfell


Wo finden die Leute deine Arbeiten?

  • Regelmäßig veröffentliche ich Screenshotbearbeitungen auf Twitter: https://twitter.com/aeyvi.

  • Speziell um „The Elder Scrolls“ geht es im ESO- und-Skyrim-Projekt auf https://tes.screenographic.com (da ist alles noch im Entstehungsprozess). Da werden die Bilder aus den Screenography-Streams gesammelt. Am Ende soll dann eine Seite stehen, die den Großteil der Gegenden im Spiel visuell vorstellt.

  • Alles, was es insgesamt von mir gibt (also mehrere Spiele), findet ihr unter: https://screenographic.com.

  • Um live bei der Screenography zuzusehen, besucht meinen Twitch-Kanal auf: https://www.twitch.tv/aeyvi.



Ein ganz großes Dankeschön an Aeyvi, dass sie uns an ihrer Geschichte hat teilhaben lassen! Falls ihr etwas Einzigartiges auf der Grundlage von The Elder Scrolls Online entdeckt oder selbst geschaffen habt, lasst es uns über @TESOnline_DE, Instagram oder Facebook wissen – wir teilen es sehr gern mit dem Rest der Community.