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Viola Valerius

ESO-Rollenspiel Journalistin

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Dienstag, 12. Mai 2020, 19:31

Wir stellen vor – Fennorian


Gelehrter, Ermittler und Vampir Fennorian durchreist Tamriel auf der Suche nach seinem verborgenen Wissen und seinen Geschichten. Lernt dieses junge Mitglied des Hauses Rabenwacht in unserer neuesten Charaktervorstellung kennen!



Bezüglich des Vampirgelehrten Fennorian

Zephrine Frey, Chronistin von Wegesruh

Meine Arbeit für König Emeric führt mich an viele ungewöhnliche Orte, wie beispielsweise Kastell Rabenwacht. Ich war in der Nacht dort, als Graf Verandis Rabenwacht einen neuen Schutzbefohlenen nach Hause brachte. Den Vampirgelehrten Fennorian. Oh, richtig. Vergebt mir. Ich vergesse, dass nicht jeder in die dunkelsten Geheimnisse des Königreichs eingeweiht ist. Dies ist nicht öffentlich bekannt, doch Verandis ist ein Vampir. Tatsächlich ist jedes Mitglied von Haus Rabenwacht ein Vampir. Keine Sorge. Sie sind gute Vampire. Und der Graf und der König stehen miteinander in Verbindung. Sie sind sozusagen Freunde; ich nehme an, so könnte man es sagen. Zurückhaltend ausgedrückt respektieren sie sich gegenseitig, doch ich glaube, die Beziehung geht tiefer als das.

Jedenfalls war ich auf Kastell Rabenwacht und wartete darauf, Graf Verandis eine Nachricht überbringen zu können. Er war nicht im Haus, doch seine Schutzbefohlenen erwarteten ihn bald zurück und ließen mich freundlicherweise dort warten. Der Sturm, der schon den Tag über das Kastell beutelte, verstärkte sich nur noch, als die Dunkelheit hereinbrach. Die Schutzbefohlenen, die Khajiit Adusa-daro und die Waldelfin Gwendis, genossen ein spätes Abendmahl mit ihrem Blutdiener Kalin. Wir haben ganz nett geplaudert, doch es verlangte mir schon einiges ab, nicht hochzuspringen und dafür zu sorgen, dass sie ihre Fangzähne aus diesem armen Mann nehmen. Er bot sein Blut freiwillig an, wie ich mir immer wieder selbst sagen musste. Und sie tranken ihn nicht leer. Schließlich flogen die Türen der großen Halle weit auf und Graf Verandis stand im offenen Eingang.

Großgewachsen und majestätisch stand der Graf da, während hinter ihm ein Blitz aufschien und der Donner grollte. Er war nicht allein. Neben ihm stand, tropfnass und wie ein ausgestoßener Welpe, ein hagerer Hochelf mit benommenem Gesichtsausdruck.

„Seht, was der Graf angeschleppt hat“, schnurrte Adusa.

„Sieht lecker aus“, ergänzte Gwendis. „Ist das für uns?“

„Denkt an Eure Manieren, Kind“, entgegnete Verandis mit seiner gewohnten Mischung aus Strenge und Zuneigung, während er seinen Begleiter in die Halle führte, „und begrüßt Euren neuen Bruder Fennorian.“

Physisch schien Fennorian vom Alter her näher an Gwendis als an Adusa. Als er sich zum Trocknen ans Feuer setzte, konnte ich nicht anders, als sein langes, unbändiges Haar, seinen glimmenden Blick und seinen ernsten Gesichtsausdruck zu bemerken. Ich bin alt genug, um die Groß…, ich meine ältere Schwester, dieses jungen Mannes zu sein, doch ich bin immer noch leidenschaftlich genug, um Anziehungskraft zu bemerken, wenn ich sie sehe. Die Tatsache, dass sich Fennorian seiner Wirkung auf jene um ihn herum nicht bewusst war, machte ihn nur noch begehrenswerter. Was einer der Gründe sein mag, weshalb ich immer mal wieder einen kleinen Umweg in Kauf nahm, um das Kastell zu besuchen, wenn ich später in der Nähe von Kluftspitze unterwegs war.

Bei den nächsten paar Gelegenheiten, zu denen ich beim Kastell vorbeischaute, war Fennorian immer vor Ort. Wir sprachen miteinander, während er alchemistische Experimente durchführte oder über einem Stapel Schriftrollen oder dicker Wälzer aus der umfangreichen Bibliothek des Grafen brütete. Er diente dem Rest des Hauses Rabenwacht als Wissenschaftler, das eifrig die Arbeit des Grafen im ganzen Land verrichtete. Rabenwacht, müsst Ihr wissen, ist nicht nur eine herausragende Adelsfamilie, sondern hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich um verfeindete Vampirklans, abtrünnige Blutunholde und andere ähnliche Gefahren für das Königreich zu kümmern. Zumindest einstweilen zog der Graf es vor, Fennorian in der Nähe des Hauses zu behalten. Der grüblerische Gelehrte musste sich erst noch im Feld beweisen, was ihn immer kleinlauter werden ließ.

Ich konnte Fennorian nie dazu bringen, mir viel darüber zu erzählen, wo er herkam oder wie Verandis ihn gefunden hatte. Im Gegenteil, er fühlte sich bei dem Thema unbehaglich, weshalb ich nicht weiter nachhakte. Ich denke nicht, dass Verandis ihn zu dem gemacht hat, was er ist, doch ich bekomme den Eindruck, dass sie irgendwie miteinander in Verbindung stehen. Bedenkt man, wie alt der Graf wirklich ist, nehme ich an, dass Fennorian eine Art entfernter Nachfahre ist. Wie auch immer die Wahrheit aussehen mag: Der junge Mann und der Graf haben eine besondere Bindung. Verandis ist in jeder wichtigen Hinsicht sein Vater, und Fennorian ist sein Sohn. Darüber hinaus kann ich nur mutmaßen, doch ich glaube, dass, welche Situation auch immer sie zusammengebracht hat, diese für Fennorian schrecklich gewesen ist. Warum sonst sollte er sich weigern, darüber zu sprechen?

Während meines jüngsten Aufenthaltes im Kastell war man dort sehr geschäftig. Adusa und Gwendis bereiteten sich auf die Abreise zu einer eigenen Mission vor, während Fennorian zwischen einem halben Dutzend alchemistischen Werkbänken hin- und herlief. Er fügte bei der einen etwas hinzu, entfernte etwas von einer anderen und kombinierte dann den Inhalt eines Messbechers von einer dritten mit dem einer Phiole einer vierten. Eine Verpuffung aus blauem Rauch stieg aus der Phiole auf, was dazu führte, dass der Hauch eines Lächelns das Gesicht des Vampirgelehrten erhellte. Er drehte sich um und gab die Phiole einem Mitglied der Schornhelmwache. „Bringt dies zu den Heilern. Das sollte die Seuche in Schach halten.“ Einmal mehr beeindruckte mich der junge Vampir mit seiner Geistesgegenwart und seiner wissenschaftlichen Herangehensweise an jedes Problem. Da sich die Anspannung nun etwas gelegt hatte, beschloss ich, auf das Anliegen zu sprechen zu kommen, das mich zum Kastell geführt hatte.

„Adusa-daro“, sagte ich an die älteste der Schutzbefohlenen von Verandis gerichtet, „könnte ich mit dem Grafen sprechen? Ich komme aufgrund einer wichtigen Angelegenheit im Auftrag des Königs.“

Die Khajiit schüttelte den Kopf. „Graf Verandis ist … unabkömmlich. Wie kann diese Euch zu Diensten sein?“

Dass Verandis nicht im Haus ist, war nichts Ungewöhnliches, und ich hatte schon in der Vergangenheit mit Adusa zu tun gehabt. Ich erklärte schnell die Situation. In der Nähe von Bangkorai hatten Späher eine Gruppe Nord-Söldner, die sich selbst Draugrbrut nennen, gesichtet, die an den dortigen Kavernen herumschlichen. König Emeric wollte, dass sich Graf Verandis dies einmal ansieht. Adusa dachte einen Moment lang nach und nickte dann, als ihr eine Idee in den Sinn kam.

„Adusa und Gwendis haben ihre eigene Aufgabe zu erledigen“, erklärte sie, „doch diese denkt, Fennorian ist bereit, das Kastell für eine kurze Zeit zu verlassen.“

Angesichts dieser Verkündigung schien Fennorian ebenso überrascht wie Gwendis. Er fing an zu protestieren, doch Adusa brachte ihn mit einer subtilen Geste zum Schweigen. Sie sah ihn an, wartete, bis er seinen Blick gesenkt hatte und sagte „Ja, Schwester. Ich verstehe. Ich bin bereit.“

Ich sah zu, wie sich das Trio abwandte, Adusa und Gwendis in Richtung welcher Rabenwacht-Krise auch immer ihrer Aufmerksamkeit bedarf, und Fennorian mit einem Bündel voller Bücher und alchemistischer Vorräte, um die Draugrbrut zu untersuchen. Mir blieb nur zu hoffen, dass Verandis ihn ebenso gut ausgebildet hatte wie seine anderen Schutzbefohlenen. Mir schwante, an der Sache mit der Draugrbrut war mehr dran, als ich oder König Emeric vermuteten.


Ihr könnt Fennorian schon jetzt im Unheiligen Grab begegnen (das Teil des Verlies-DLCs Harrowstorm ist), aber ihr lauft dem jungen Gelehrten auf jeden Fall im kommenden Greymoor-Kapitel über den Weg. Falls ihr gespannt darauf seid, mit diesem aufstrebenden Vampir zusammenzuarbeiten und dem Schwarzen Herz von Skyrim auf den Grund zu gehen, lasst es uns über @TESOnline_DE, Instagram oder Facebook wissen.

„The Elder Scrolls Online: Greymoor“ erscheint als Teil des jahresumfassenden Abenteuers „Das Schwarze Herz von Skyrim“ für PC/Mac am 26. Mai und für Xbox One und PlayStation®4 am 9. Juni. Kauft „Greymoor“ jetzt digital vorab, um einzigartige Bonusbelohnungen zu erhalten und sofort Zugriff auf das Festenbrecher-Kriegspferd als Reittier im Spiel zu bekommen (nur digital und unter bestimmten Bedingungen). Lasst euch das nicht entgehen!