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Aquiel

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Sonntag, 4. August 2013, 22:33

Viola Valerius' Volkskurier: Erstauflage - Ausgabe 7 (Daghors Legion)




Irgendwo in Tamriel in einem Gasthaus …

Eine etwas heruntergekommene Frau betritt das karge, zugige Gasthaus und wickelt sich umständlich aus ihrem Umhang, der ihr scheinbar notdürftigen Schutz vor den kalten Gebirgswinden geboten hat. Trotz der, zumindest nach menschlichen Maßstäben, wenig einladenden Miene des eindeutig orkischen Wirtes, bewegt sie sich zügigen Schrittes auf diesen zu. Nach dem Wechseln einiger Sätze, gefolgt von ein paar Blicken über die Schulter zu einem der Tische in einer abgelegenen Ecke gesellt sie sich an eben diesen Tisch zu einer bereits dort sitzenden Gestalt. Beim Näherkommen ist ein zerschlissenes Emblem eines Posthorns auf ihrer Kleidung zu erkennen. Mit einem neugierigen Funkeln in den Augen und der Andeutung eines freundlichen, offenen Lächelns auf den Lippen nähert sie sich dem Tisch und neigt ihr Haupt.

Seid gegrüßt, Fremder. Die Gebirgspfade und der schneidende Wind in der Gegend haben es schon ganz schön in sich. Darf ich mich kurz vorstellen?

Ohne eine Antwort abzuwarten, fährt die Frau unvermittelt in ihrem Redeschwall fort.

Mein Name ist Viola Valerius, freie Schriftstellerin und angehende Herausgeberin von „Violas Volkskurier“. Wie ihr sicherlich wisst, steht es um meine Heimat Cyrodiil nicht zum Besten, wie auch um ganz Tamriel nicht. Ich konnte nicht viel meiner Habe hierher in die Fremde retten, kaum mehr als mein Leben. Doch schließlich muss es irgendwie weitergehen. Und so habe ich mich auch hier fern meiner Heimat dazu entschlossen, Nachrichten für das gemeine Volk zusammenzutragen. Dabei interessieren mich vor allem Personen, die die Geschicke unserer Welt in dieser unsicheren Zeit ein wenig und im Rahmen unser aller bescheidener Möglichkeiten zu lenken versuchen … natürlich zum Besseren.

Die Frau setzt ein zuversichtliches Lächeln auf, auch wenn es auf den zweiten Blick etwas gezwungen wirken mag.

Dabei hat mir der Wirt eine interessante Geschichte erzählt, als ich ihn nach solchen Personen in dieser Gegend fragte. Ist es wahr, dass Ihr der … nunja … Herr einer ganzen Orkfeste seid? Oder wie lautet Euer Titel genau? Dürfte ich Euch kurz ein paar Fragen stellen? Es dauert auch nicht lange. Ach, mit wem habe ich eigentlich die Ehre sprechen zu dürfen?

Viola lässt sich, scheinbar in der Gewissheit einer positiven Antwort, auf einem Stuhl auf der gegenüberliegenden Seite des Tisches nieder.

Deutlich lehnt sich der soeben angesprochene Ork über den Tisch und schnaubt laut hörbar Richtung Viola. Ein leichtes Knurren fährt tief aus seinem Bauch. Als aus dem Schatten hinter dem Tisch ein etwas schlankerer in Schwarz gehüllter Ork erscheint und sich direkt hinter Viola positioniert.

Und wenn ich der Anführer einer ganzen Feste wäre, was glaubst Du würde mit jemanden passieren der sich einfach frech an einen Tisch mit dem Anführer setzen würde?! Hier.. in einem verlassenen Gasthaus.. ganz alleine und ohne Begleitung..

Der Ork beugt sich vor und entblößt seine langen Eckhauer, man könnte es fast als ein Lächeln erahnen.

Ich bin Daghor, Anführer meiner Legion. Also los, stell deine dummen Fragen… solange ich noch amüsiert bin.

Viola setzt langsam zum Sprechen an, als wolle sie ihre Worte sorgfältig wählen.

Dann werde ich mich darum bemühen Euch mit dummen Fragen, wie Ihr sie so schön nennt, zu verschonen. Wie steht Ihr und die Euren zum Konflikt in meiner Heimat Cyrodiil? Nehmt Ihr in irgendeiner Weise Anteil daran und greift in die Auseinandersetzung mit ein?

Wie wir zu dem Konflikt stehen? Hahaha…

Aus verschiedenen weiteren dunklen Ecken dringt orkisches Gelächter. Scheinbar ist das Gasthaus weit weniger verlassen wie es zuvor den Anschein hatte. Der Ork beugt sich bedrohlich nach vorne und rammt einen Dolch in die Tischplatte.

Natürlich stehen wir zum Bündnis! Glaubst Du wir wollen wieder elfische Sklaven werden?! Außerdem werden wir dafür bezahlt.. sehr gut bezahlt.

Mit den letzten Worten lehnt er sich wieder zurück und nimmt eines der Fleischstücke, welche sich die ganze Zeit vor ihm befanden und grinst Viola an.

Die Frau hört den Worten des Orks aufmerksam zu und macht sich in krakeliger Schrift hin und wieder ein paar Notizen auf einem Stück Pergament. Dann richtet sie ihr Augenmerk mit forschem Blick erneut auf ihren Gesprächspartner.

Das klingt um ehrlich zu sein höchst interessant. Sagt, wie viele tapfere Streiter gibt es nun in Euren Reihen? Das ist doch sicherlich kein Alleingang, den Ihr da anstrebt.


Was schreibst Du da auf!? Bist Du etwa ein Spion?!

Kaum sind die Worte ausgesprochen sieht man blitzschnell den Ork, welcher die Zeit über hinter Viola positioniert war einen Dolch ziehen, welchen er an ihren Hals hält. Daghor beugt sich abermals nach vorne und dreht das Schriftstück langsam zu sich. Sorgfältig liest er es sich durch.

Viola schluckt einmal schwer, verharrt ansonsten aber scheinbar bemüht regungslos mit der Dolchklinge an ihrem Hals, während sie Daghor aus geweiteten Augen entgegen stiert.

Du bist ja allem Anschein nach wirklich harmlos..

Daghor nickt dem Ork hinter Viola grinsend zu, welcher wieder einen kleinen Abstand zur Tischgruppe einnimmt.

Du willst etwas über unsere Truppenstärke erfahren? Nun, wir bestehen aus Kämpfern, Kämpfern, Kämpfern, dann ein paar Handwerker und Versorger. Wie sind stark genug um unabhängiger als die meisten handeln zu können und sind auf niemanden angewiesen. Jeder der sich uns in den Weg stellt, wird es bereuen. Und letztlich ist da noch Daghor! Der Stärkste von Allen! Reicht das?

Viola nickt einmal rasch, aber deutlich.

Das reicht mir als Auskunft. Auf welche Weise versucht Ihr, Eurer Allianz oder auch der einfachen Bevölkerung zu helfen? Nicht nur in Cyrodiil sind … unruhige Zeiten angebrochen, sondern eigentlich in ganz Tamriel. Zieht Ihr ab und an in kleineren oder größeren Gruppen umher, um für Ordnung zu sorgen oder Eure Unterstützung anzubieten? Tut Ihr es unentgeltlich oder für Lohn und Brot? Oder bietet Ihr Eurerseits Waren für das gemeine Volk oder ein Heer feil?


Viola schnappt nach der Reihe an Fragen nach Luft und verbleibt danach in Erwartung von Antworten stumm.

Ja, gelegentlich ziehen wir in kleinen Gruppen los und treiben von der Bevölkerung Brot und Lohn ein. Hahaha!

Wieder ist im Hintergrund schallendes Gelächter zu hören. Diesmal auch von einigen offensichtlichen Bretonen. Es mag Viola so langsam auffallen, dass fast alle Anwesenden den gleichen Wappenrock tragen, welchen auch der Ork vor ihr trägt.

Aber, wenn Du es wissen willst, wir stehen an vorderster Front, wenn das Bündnis in den Krieg zieht und diese Arbeit erledigen wir sehr gut. Für alles andere.. kann sich der Rest darum kümmern. Wir schmieden unsere Waffen selbst, ebenso die Rüstungen und bisher gab es noch kein Angebot das es rechtfertigen würde, diese anderen zu verkaufen.

Nur ein flüchtiges Schmunzeln huscht über Violas Gesicht als sie sich weitere Notizen macht.

Welcher Abstammung gehören Eure Gefährten an? Ich meine ... Ihr seid ein Ork und ...

Hüstelnd blickt die Frau anschließend auf und sieht dem Ork beinahe starr in die Augen, während ihre Stimme gänzlich verstummt.

Meine Gefährten? Meine Krieger gehören den Orks, den Bretonen und Rothwardonen an. Also den Völkern die zum Bündnis gehören. Alle anderen haben es nicht über unsere Mauern geschafft und zieren mit ihren Köpfen die Eingangstore.
"Möge Euer Schwert scharf und Eure Zunge schärfer sein." Skyrim

"Sonne und Mond verändern die Welt, aber was verändert das Denken?" Morrowind

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Daghor (05.08.2013)

Aquiel

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Sonntag, 4. August 2013, 22:36

Eine sehr eigenwillige Methode aber nun gut. Gestattet Ihr mir Euch einen Umtrunk zu spendieren? Mit einem freundlichen Lächeln sieht sich die Frau nach dem Wirt des Gasthauses um und deutet ihm an, sich ihrem Tisch zu nähern. Ich denke die eher privaten Fragen rutschen Euch so vielleicht leichter von den Lippen. Die grau-blauen Augen der Frau funkeln abermals neugierig auf. Wohin soll Eure Reise gehen? Ich nehme an, Ihr seid hier nur um ein wenig zu rasten. Verfolgt Ihr geschäftliche Ziele?

Es versteht sich von selbst, dass wir geschäftlich hier sind. Was genau, geht Dich nichts an. Und erst recht nicht die Maden die euer Blatt lesen werden. Jeder der Neugier verspürt, kann gerne an unsere Tore anklopfen und versuchen sich uns zu beweisen. Nachdem er dann genug Latrinen gewischt hat, kann es sein dass wir ihn vielleicht mal mit auf „Geschäftsreise“ nehmen... Harhar!

Ich verstehe. Wie ist Euer Verhältnis zu den anderen Allianzen, die sich formiert haben? Ich meine, seht Ihr eine von Ihnen als gefährlicher an als die andere? Oder habt Ihr zu einer möglicherweise sogar ein gespaltenes Verhältnis, weil Euch irgendwelche Bande mit dieser verbinden?

Die einzige gefährliche Allianz ist die Allianz in der sich meine Legion befindet. Sonst gibt es keine nennenswerten Gegner. Schreibt das genau so auf!

Der Ork beugt sich weit zu Viola und schaut sie mit funkelnden Augen an und flüstert spitz.

Wenn ich etwas anderes lesen sollte, oder mir zu Ohren kommt, als die Worte die ich Dir hier sage, werden wir uns gewiss ein zweites Mal sehen...

Mit den Worten lehnt er sich wieder zurück und zieht den Dolch aus dem Tisch heraus und verstaut diesen nach einem prüfenden Blick in seinem Gurt.

Ich gebe in meinem Artikel selbstverständlch nur wieder, was Ihr auch tatsächlich gesagt habt. Das versteht sich von selbst.

Verschwörerisch nach links und rechts blickend fährt Viola in gedämpfterem Tonfall fort.

Kommen wir nun zu einer etwas heikleren Frage. Wie steht Ihr zu den Zielen und der Vorgehensweise Eurer eigenen Allianz in der Auseinandersetzung mit den anderen Allianzen und ... dunkleren Mächten? Ihr müsst auf diese Frage selbstverständlich nur soweit antworten, wie Ihr es für richtig haltet.

Wie sollen wir dazu stehen? Wir bekommen die Ziele genannt, was zu tun ist, wobei dies meisten immer die gleichen sind, dann wird es erledigt. Etwas anderes gibt es nicht und interessiert uns auch nicht. Wenn Du hier hoffst etwas über Intrigen oder Zweifeln zu finden, versuche es beim Pakt. Habe gehört, dort zerfleischen sie sich fast schon von selbst. Wir räumen den Schund am Ende einfach nur noch weg...

Viola Valerius fährt sich während sie die Antwort ihres Gegenübers erwartet verlegen durch ihre blonden leicht fettigen Strähnen. Kommen wir nun zu einer eher persönlichen Frage. Viola setzt ein freundliches Lächeln auf. Eingangs sprach ich davon, dass wir alle versuchen die Welt im Rahmen unserer Möglichkeiten in eine bessere Richtung zu lenken. Wie stellt Ihr Euch das im konkreten für Euch selbst und Eure Gemeinschaft vor? Gibt es eine Art Vorgabe oder Rahmen?

Was schert uns der Rest der Welt? Dieser schert sich auch nicht um uns. Wir erledigen unser Handwerk und das ist der Ruf der uns vorauseilt. Kein Krieger der Legion wird jemals sich gegen die Legion wenden, jeder steuert seinen Teil dazu bei dass die Legion mit jedem Tag stärker wird und sei es die Schwachen auszusortieren, wenn Du verstehst was ich meine.. Das ist der Dienst, den wir der Welt erfüllen und sie sollte uns dafür sehr dankbar sein!

Ich denke ich verstehe was Ihr meint. Zum Schluss vervollständigt mir bitte den folgenden Satz: „ Wenn mein Volk den nächsten Kaiser stellen würde, dann ...“

Der Ork erhebt sich vom Tisch und brüllt laut die ihm soeben gestellte Frage in die Schenke.

Männer! Wenn wir die Wahl hätten wer der nächste Kaiser sein sollte, wer wäre das!

Ein gutes Dutzend Rothwardonen, Bretonen und Orks erheben sich und strecken ihre Fäuste nach oben, während sie mit jeder Loyalitätsbekundung nur einen Namen rufen.

Daghor! Daghor! Daghor!

Langsam hebt Daghor die Hand und die Zurufe verstummen. Zufrieden knurrend setzt er sich wieder in den Stuhl zurück, wobei deutlich scheppernd die schwere Rüstung auffällt in die er gehüllt ist.

Frage beantwortet?

Mit einem dankbaren Lächeln sammelt Viola ihre Schriftwerke zusammen, ordnet sie und erhebt sich schließlich von ihrem Stuhl.

Ja das sollte sie sein … so wie die anderen Fragen auch. Dann habt Dank für das Gespräch und die erhellenden Einblicke in Euer Tun, Daghor … und das Eurer Gefährten natürlich auch. Ich werde mich schleunigst daran machen, einen Artikel über Euch in meiner Erstausgabe von „Violas Volkskurier“ zu verfassen. Ihr erhaltet selbstverständlich ein Exemplar kostenlos.

Das will ich hoffen..

Viola wechselt mit dem Wirt noch ein paar Worte und nickt Daghor beim Verlassen des Gasthauses noch ein letztes Mal grüßend zu.

Kaum hat Viola das Gasthaus verlassen, nickt Daghor in eine Ecke. Ein kurzes Rascheln ist zu hören als sich ein Bretone erhebt und aus dem Hintereingang verschwindet. Mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck stemmt Daghor sein Bier und leert es in einem Zug, während er dann eine Karte herausholt und sie angestrengt betrachtet.
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Daghor (05.08.2013), Corrupt Gnosis (20.08.2013)