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Viola Valerius

ESO-Rollenspiel Journalistin

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Donnerstag, 17. November 2022, 19:54

Entwickler-Schaukasten: Laurens sorgfältig geschnitzte Karte von Tamriel


Bei uns ist Lauren McKenzie von ZeniMax Online Studio, die uns ihre eigene unglaubliche Kreation vorstellen wird: eine geschnitzte hölzerne Karte von Tamriel.


Hallo, Lauren, wir freuen uns, dass du dich zu uns gesellst und heute über dich und deine selbstgestaltete Karte von Tamriel plauderst. Fangen wir damit an, wie du zu uns bei ZOS gekommen bist. Erzähl doch mal!

Ich bin 2017 zu ZOS gestoßen, nur einen Monat, nachdem ich das College abgeschlossen hatte. Ich gehörte zu einer Gruppe, die aus Frauen bestand, die anderen Frauen in der Spieleindustrie halfen. Durch sie kam der Kontakt zum Team zustande. Wie viele Leute hier bei ZOS war ich schon lange Fan von The Elder Scrolls Online und richtig aufgeregt, überhaupt die Gelegenheit für ein Vorstellungsgespräch zu bekommen!



Kannst du beschreiben, worin deine Arbeit hier an The Elder Scrolls Online besteht?

Ich bin Senior Environment Artist im Biom-Team. Vor allem erstelle ich organische Objekte, die in der ganzen Welt zum Einsatz kommen, also Bäume, Felsen, Wasserfälle, Himmel und so weiter. Am liebsten arbeite ich an Blumen. Je leuchtender und farbenfroher, desto besser!



Die ganze Karte von Tamriel


Wie ist es, an so einer beliebten Marke wie The Elder Scrolls zu arbeiten?

Es ist unglaublich! Ich finde, ich habe großes Glück, gleichzeitig Fan und Entwicklerin zu sein. Es war spannend, Teil dieser Lizenz und seiner Entwicklung zu sein und am Aussehen der verschiedenen Umgebungen mitzuarbeiten, die man überall in ESO findet. Da gab es viele tolle Interaktionen mit Fans außerhalb des Arbeitsumfelds. Wenn man hört, wie die Leute sich in Dinge reinnerden, bei denen ich mithelfen konnte, motiviert das einfach ungemein.



Sprechen wir über deine fantastische hölzerne Karte von Tamriel. Wie bist du auf die Idee gekommen? Weshalb hast du dich für Holz entschieden?

Ich hab ein Faible für Karten. Die Schuld dafür gebe ich meinem Paps, haha! Er hat, als ich ein Kind war, zwei große Karten für mich angefertigt, die als Bestandteil meines „Kartenzimmers“ in meinem Haus hängen, der – wie man vielleicht aufgrund des Namens folgern kann – voller verschiedener Karten ist. Auf manchen vermerke ich meine Reisen; die Schauplätze von Büchern, die ich lese, markiere ich auf einer anderen; und ein paar habe ich, weil ich sie einfach hübsch anzuschauen finde.

Als man mir sagte, ich hätte die Gelegenheit, an einer ZOS-internen Kunstsession teilzunehmen, fühlte sich die Entscheidung, eine Karte zu gestalten, für mich ganz natürlich an. Ich habe sie aus Holz hergestellt, weil ich wollte, dass sie groß und robust wird. Darin wollte ich Aspekte der räumlichen Struktur herausstellen, die auf flachen Karten nicht immer so gut sichtbar werden.




Sommersend und der Kartenkompass


Nimm uns mit durch den Entstehungsprozess dieses Projekts. Gab es Teile, die besonders schwierig zu konstruieren waren?

Sicher! Als Erstes habe ich einen Entwurf angefertigt. Zwar verfügte ich über großartiges Referenzmaterial, aber es musste von Hand so umgearbeitet werden, dass sich auch alles gut mit meinem Lasercutter schneiden lässt, ohne dass ich dann eine Million kleine Inselchen habe, die im Bauprozess unweigerlich verloren gegangen wären.

Ich musste die räumliche Struktur aller vier Schichten entwerfen und sie aus drei verschiedenen Holzarten ausschneiden: Walnuss, Kirsche und Birke. Anschließend musste alles nur noch eingefärbt und zusammengesetzt werden.

Das Schwierigste daran war ehrlich gesagt die schiere Größe des ganzen Teils. Mein Laser ist eigentlich für kleinere Projekte ausgelegt, weshalb es manchmal schon ein Kampf war, diese riesige 1-Meter-Karte umzusetzen.



Was hast du als Referenzmaterial für eine so detaillierte 3D-Karte von Tamriel genutzt?

Dadurch, dass ich an ESO arbeite, habe ich Zugang zu internem Kartenmaterial und sogar noch eine unglaubliche topologische Karte von ganz Tamriel. Das war eine enorme Hilfe.

Ich gebe auch gern zu, dass ich das Spiel ziemlich oft offen hatte, damit die Städte auch an ihre richtigen Standorte kommen!




Lauren hat jeden Teil Tamriels sorgsam entworfen und ausgeschnitten


Gibt es eine einzelne Komponente oder einen Aspekt beim Herstellen der Karte, auf den du besonders stolz bist?

Das ist bei Weitem das größte Werk, das ich realisiert habe. Die meisten meiner Laser-Kunstwerke liegen irgendwo zwischen 20 und 35 Zentimetern, das hier hat eine Kantenlänge von einem ganzen Meter. Es war einfach cool, in diesem Maßstab zu arbeiten, auch wenn damit viele Herausforderungen einhergingen, mit denen ich zunächst nicht gerechnet hatte. Außerdem hat es einiges länger gedauert, als ich gedacht hatte, um einfach nur all die winzigen Teile an ihre richtige Stelle zu kleben.



Wie hat dein Team reagiert, als du ihnen die fertige Karte gezeigt hast? Wo hängt sie jetzt?

Mein Team war wohl wirklich überrascht! Als man uns von der Kunstsession erzählt hat, gab man uns drei Tage, um herzustellen, was immer wir wollten. Ich glaube, sie erwarteten, dass die meisten von uns es entspannt angehen würden, ein bisschen die Kreativität kitzeln. Aber viele haben richtig tolle Gemälde und Skulpturen umgesetzt. Eine Gruppe hat sogar Outfits für ESO-Begleiter angefertigt. (Anmerkung der Redaktion: Klingt nach einer weiteren Möglichkeit für einen Entwickler-Schaukasten!)

Ich spreche nicht sonderlich häufig über meine Laserarbeiten, deshalb habe ich sie wohl überrumpelt, als ich sie gezeigt habe! Im Augenblick hängt die Karte in meinem Homeoffice, über dem Lesesessel, den 90 % der Zeit der Hund beschlagnahmt.




Cyrodiil und Davons Wacht im Detail


Hast du Tipps für unsere Community, wenn jemand etwas Ähnliches kreieren will?

Mein größter Ratschlag ist, sich Zeit für den Entwurfsprozess zu nehmen. Sucht so viel Referenzmaterial wie möglich zusammen und fertigt dann einen Übungsentwurf an. Es gibt nichts Schlimmeres, als schnell, schnell zu machen, um zu dem spaßigen Teil zu kommen, nur um dann festzustellen, dass man von vorn anfangen und seine Fehler beheben muss.



Warten da noch ähnliche Projekte am Horizont, die du gern angehen würdest? Und falls ja, kannst du uns schon einen kleinen Hinweis geben?

Die Feiertage rücken näher, also plane ich, das ein oder andere Geschenk herzustellen. Höchstwahrscheinlich wird mein nächstes persönliches Stück etwas mit Videospielen oder D&D zu tun haben!


Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, mit uns über dieses großartige Projekt zu sprechen. Es gibt da draußen so viele kreative Elder Scrolls-Fans, sowohl innerhalb unseres eigenen Studios als auch in der ESO-Community selbst. Falls ihr also jemanden aus der #ESOFam kennt, der hier mal vorgestellt werden sollte, informiert uns darüber auf Twitter, Instagram und Facebook!