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Aquiel

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Sonntag, 22. September 2013, 17:12

Viola Valerius' Volkskurier: Erstauflage - Ausgabe 9 (Die Diebesgilde)




Irgendwo in Tamriel in einem Gasthaus …

Eine etwas heruntergekommene Frau betritt das Gasthaus, klopft sich beiläufig den Staub der Straße von der Kleidung und bewegt sich zügigen Schrittes auf den Wirt zu. Nach dem Wechseln einiger Sätze, gefolgt von ein paar Blicken über die Schulter zu einem der Tische, gesellt sie sich an eben diesen Tisch zu einer bereits dort sitzenden, von einer Kapuze verhüllten Gestalt, in Lederkluft gekleidet und einen Bogen samt Köcher bei sich führend. Mit einem neugierigen Funkeln in den Augen und der Andeutung eines freundlichen, offenen Lächelns auf den Lippen nähert sie sich dem Tisch und neigt ihr Haupt.

Seid gegrüßt, Fremder. Es ist schön, wieder in der Heimat zu sein … in einem noch halbwegs friedlichen Teil davon. Darf ich mich kurz vorstellen?

Ohne eine Antwort abzuwarten, fährt die Frau unvermittelt in ihrem Redeschwall fort.


Mein Name ist Viola Valerius, freie Schriftstellerin und angehende Herausgeberin von „Violas Volkskurier“. Wie wir alle sehen können, steht es um meine … oder unsere … Viola beugt sich kurz vor, als versuche sie, einen Blick unter die Kapuze zu werfen, gibt dieses Vorhaben aber direkt wieder auf. … Heimat Cyrodiil nicht zum Besten, wie auch um ganz Tamriel nicht. Ich konnte nicht viel meiner Habe retten, kaum mehr als mein Leben. Doch schließlich muss es irgendwie weitergehen. Und so habe ich mich dazu entschlossen, Nachrichten für das gemeine Volk zusammenzutragen. Dabei interessieren mich vor allem Personen, die die Geschicke unserer Welt in dieser unsicheren Zeit ein wenig und im Rahmen unser aller bescheidener Möglichkeiten zu lenken versuchen … natürlich zum Besseren.

Die Frau setzt ein zuversichtliches Lächeln auf, auch wenn es auf den zweiten Blick etwas gezwungen wirken mag.

Dabei hat mir der Wirt eine interessante Geschichte erzählt, als ich ihn nach solchen Personen in dieser Gegend fragte. Er meinte, Ihr würdet einer Gilde angehören. Auch wenn er es seltsam betonte. Dürfte ich Euch kurz ein paar Fragen stellen? Es dauert auch nicht lange. Ach, mit wem habe ich eigentlich die Ehre sprechen zu dürfen?

Viola lässt sich, scheinbar in der Gewissheit einer positiven Antwort, auf einem Stuhl auf der gegenüberliegenden Seite des Tisches nieder.

Der Verhüllte formt ein Lächeln auf den Lippen. Mit einem höflichen Nicken begrüßt er die Frau auf dem Stuhl gegenüber. Ich hoffe doch sehr, deine Habe wurde dir nicht gestohlen. Ein kurzer Blick zum Wirt, der ihm mit einem Nicken antwortet. Ja ich gehöre einer Gilde an. Oder besser gesagt – der Gilde. Betont dabei das „der“. An deiner Stelle wäre ich vorsichtig, Fragen über die Gilde zu stellen. Es gibt genug Leute die nicht gut auf uns zu sprechen sind. Der Mann beugt sich nach vorn. Nennen wir mich doch Rexus. Schmunzelt. Natürlich ist es nicht mein echter Name.

Viola packt ein Stück Pergament aus und macht sich daran alles zu notieren. Darf ich denn Fragen was Die Gilde ist?

Nun im Grunde sind wir eine Handelsgilde. Gegen den entsprechenden Betrag wechseln Waren, Informationen und Kuriositäten den Besitzer - manchmal auch auf Bestellung. Wie jede Handelsgilde sind wir eine professionelle Organisation. Der Unterschied ist, dass wir unsere Waren gegen den Willen ihrer Besitzer beschaffen. Eine Art unfreiwillige Übereignung. Der Mann betrachtet das Gesicht seines Gesprächspartners genau.

Wie steht Ihr und die Euren zum Konflikt in meiner Heimat Cyrodiil? Nehmt Ihr in irgendeiner Weise Anteil daran und greift in die Auseinandersetzung mit ein?

Ach, ja, der Krieg. Nun, wie du schon gesagt hast, geht hier alles vor die Hunde. In den umkämpften Gebieten sind kaum noch Unternehmungen möglich und da, wo noch nicht gekämpft wird, wird sich darauf vorbereitet. Wir kommen zwar noch ganz gut an unsere Handelsgüter, jedoch gibt es keinen Absatz – die Leute haben im Angesicht des Konflikts anderes im Sinn als Silber, Edelsteine und Antiquitäten. Kippt den letzten Schluck seines Rotweins die Kehle runter. Um auf die Frage nochmal zurückzukommen – wir nehmen nicht daran teil. Wir versuchen ihm so gut es geht auszuweichen. Krieg ist einfach zu schlecht fürs Geschäft.

Die Frau hört den Worten des Menschen aufmerksam zu und macht sich in krakeliger Schrift hin und wieder ein paar Notizen auf einem Stück Pergament. Dann richtet sie ihr Augenmerk mit forschem Blick erneut auf ihren Gesprächspartner. Das klingt um ehrlich zu sein höchst interessant. Sagt, wie viele tapfere Streiter gibt es nun in Euren Reihen? Das ist doch sicherlich kein Alleingang, den Ihr da anstrebt.

Im Alleingang wär das gar nicht zu schaffen. Dazu braucht es Händler, die die Ware in Geld umwandeln, Leute die diese Waren beschaffen und natürlich auch gewisse Personen des öffentlichen Lebens, die bei unseren … Machenschaften ein Auge zudrücken. Der Mann zwinkert Viola lächelnd zu. Derzeit sind wir aber nur noch eine Handvoll. Es gibt sogar schon Überlegungen Cyrodiil ganz den Rücken zu kehren und in den Bündnissen neue… Handelsposten zu eröffnen – dort könnten wir wieder unserem Handwerk nachgehen und hätten auch freie Stellen zu besetzen.

Auf welche Weise versucht Ihr, Eurer Allianz oder auch der einfachen Bevölkerung zu helfen? Nicht nur in Cyrodiil sind … unruhige Zeiten angebrochen, sondern eigentlich in ganz Tamriel. Zieht Ihr ab und an in kleineren oder größeren Gruppen umher, um für Ordnung zu sorgen oder Eure Unterstützung anzubieten? Tut Ihr es unentgeltlich oder für Lohn und Brot? Oder bietet Ihr Eurerseits Waren für das gemeine Volk oder ein Heer feil?

Viola schnappt nach der Reihe an Fragen nach Luft und verbleibt danach in Erwartung von Antworten stumm.

Hört sich mit einem Grinsen die Fragen an. In gewissem Maße sind wir die einfache Bevölkerung. Also helfen wir uns selbst. Es ist nicht unser Anliegen umherzuziehen und für Ordnung zu sorgen. Wir achten auf uns selbst und auf einander. Nebenbei versuchen wir unsere leeren Taschen wenigstens ein wenig zu beschweren. Was die Waren angeht, so bekommt sie der, der bereit ist, dafür zu zahlen. Wer auch immer diese Person sein mag.

Nur ein flüchtiges Schmunzeln huscht über Violas Gesicht als sie sich weitere Notizen macht.

Welcher Abstammung gehören Eure Gefährten an? Ich meine ... Ihr seid offenkundig ein Mensch und ... Hüstelnd blickt die Frau anschließend auf und sieht dem Menschen beinahe starr in die Augen, während ihre Stimme gänzlich verstummt.

Nun, du und ich sind derselben Abstammung – der kaiserlichen. Was meine Gefährten angeht, so ist da alles vorhanden: vom Bosmer über Nord und Dunmer bis hin zum Bretonen. Viele Völker verirren sich hierher und finden sich schließlich in unseren Reihen wieder.
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"Sonne und Mond verändern die Welt, aber was verändert das Denken?" Morrowind

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Sonntag, 22. September 2013, 17:13

Gestattet Ihr mir Euch einen Umtrunk zu spendieren? Mit einem freundlichen Lächeln sieht sich die Frau nach dem Wirt des Gasthauses um und deutet ihm an, sich ihrem Tisch zu nähern. Ich denke die eher privaten Fragen rutschen Euch so vielleicht leichter von den Lippen. Die grau-blauen Augen der Frau funkeln abermals neugierig auf. Wohin soll Eure Reise gehen? Ich nehme an, Ihr seid hier nur um ein wenig zu rasten. Verfolgt Ihr geschäftliche Ziele?

Gern. Noch einen Wein.Ich bin allerdings nicht auf der Durchreise, sondern am Ziel. Geschäftlich. Ich will mich hier mit jemandem aus der Gilde treffen. Sie ist auch schon vor einer Weile eingetroffen. Schau – dort hinter dir. Er zeigt auf die weibliche Gestalt in einer dunklen Ecke, die das Gespräch der Beiden zu beobachten scheint.

Wie ist Euer Verhältnis zu den anderen Allianzen, die sich formiert haben? Ich meine, seht Ihr eine von Ihnen als gefährlicher an als die andere? Oder habt Ihr zu einer möglicherweise sogar ein gespaltenes Verhältnis, weil Euch irgendwelche Bande mit dieser verbinden?

Winkt ab. Die Gefahren durch die Allianzen sind für uns nur ein Störfaktor – nichts weiter.

Verschwörerisch nach links und rechts blickend fährt Viola in gedämpfterem Tonfall fort.

Kommen wir nun zu einer etwas heikleren Frage. Wie steht Ihr zu den Zielen und der Vorgehensweise Eurer eigenen Allianz in der Auseinandersetzung mit den anderen Allianzen und ... dunkleren Mächten? Ihr müsst auf diese Frage selbstverständlich nur soweit antworten, wie Ihr es für richtig haltet.

Nimmt einen Schluck aus dem neu gebrachten Becher Wein. Wie gesagt: Wir beteiligen uns nicht an den Kämpfen und haben schon genug damit zu tun, unserem Beruf nachzugehen.

Viola fährt sich während sie die Antwort ihres Gegenübers erwartet verlegen durch ihre blonden leicht fettigen Strähnen. Kommen wir nun zu einer eher persönlichen Frage. Sie setzt ein freundliches Lächeln auf. Eingangs sprach ich davon, dass wir alle versuchen die Welt im Rahmen unserer Möglichkeiten in eine bessere Richtung zu lenken. Wie stellt Ihr Euch das im konkreten für Euch selbst und Eure Gemeinschaft vor? Gibt es eine Art Vorgabe oder Rahmen?

Wenn wir etwas lenken, dann unsichtbar für die meisten. Kleine Ereignisse haben große Auswirkungen. Es reicht schon eine Amtsperson zu bestechen, dem Hauptmann der Wache Schmuggelware unterzujubeln oder jemanden von unseren Leuten in ein Adelshaus zu schleusen. Es gibt viele Wege, die Umstände zu unserer Gunsten zu beeinflussen. Darum sind auch unsere Möglichkeiten umfangreich. Wir haben Augen und Ohren überall. Denk das nächste Mal daran, wenn du einem Bettler Münzen in die Hand legst. Mit einem kurzen Lacher lehnt er sich wieder entspannt zurück.

Was die Regeln angeht, so gibt es fünf, die das Leben und Handeln in der Gilde bestimmen:
Verrate niemals die Gilde oder ihre Geheimnisse.
Stiehl niemals die Besitztümer eines Gildenbruders oder einer Gildenschwester.
Das Töten von Tieren oder Personen ist während eines Auftrags nur im Notfall erlaubt.
Ein Mord darf niemals eine Verbindung zu der Gilde aufweisen.
Stiehl nicht von Bettlern und Armen.


Mit einem charmanten Lächeln. Die Armen stehen unter dem Schutz der Gilde, während Tote einfach nur schlecht fürs Geschäft sind. Generell missbilligen wir das Morden – schließlich sind wir nicht die Dunkle Bruderschaft.

Zum Schluss vervollständigt mir bitte den folgenden Satz: „ Wenn mein Volk den nächsten Kaiser stellen würde, dann ...“

... würden die Kämpfe wohl noch eine Weile andauern.

Mit einem dankbaren Lächeln sammelt Viola ihre Schriftwerke zusammen, ordnet sie und erhebt sich schließlich von ihrem Stuhl.

Dann habt Dank für das Gespräch und die erhellenden Einblicke in Euer Tun, Rexus … und das Eurer Gefährten natürlich auch. Ich werde mich schleunigst daran machen, einen Artikel über Euch in meiner Erstausgabe von „Violas Volkskurier“ zu verfassen. Ihr erhaltet selbstverständlich ein Exemplar kostenlos.

Natürlich wird mein Exemplar kostenlos sein. Nickt schmunzelnd.

Viola wechselt mit dem Wirt noch ein paar Worte und nickt dem Kaiserlichen beim Verlassen des Gasthauses noch ein letztes Mal grüßend zu.
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