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Aquiel

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Allianz: Aldmeri-Dominion

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Sonntag, 29. September 2013, 20:29

Viola Valerius' Volkskurier: Erstauflage - Ausgabe 10 (Orden der Dornenrose)




Irgendwo in Tamriel in einem Gasthaus …

Eine etwas heruntergekommene Frau betritt das edle und ordentliche Gasthaus, klopft sich beiläufig den Staub der Straße von der Kleidung und bewegt sich zügigen Schrittes auf den Wirt hochelfischer Abstammung zu. Nach dem Wechseln einiger Sätze, gefolgt von ein paar Blicken über die Schulter zu einem der Tische gesellt sie sich an eben diesen Tisch zu einer bereits dort sitzenden Gestalt. Mit einem neugierigen Funkeln in den Augen und der Andeutung eines freundlichen, offenen Lächelns auf den Lippen nähert sie sich dem Tisch und neigt ihr Haupt.

Seid gegrüßt, Fremder. Hier ist es mal vergleichsweise ordentlich und sauber. Ich meine die ganze Insel. Da komme ich mir ja noch schäbiger vor. Die Frau blickt kurz beschämt an sich herab, sieht dann aber wieder mit einem Lächeln auf. Darf ich mich kurz vorstellen?

Ohne eine Antwort abzuwarten, fährt die Frau unvermittelt in ihrem Redeschwall fort.

Mein Name ist Viola Valerius, freie Schriftstellerin und angehende Herausgeberin von „Violas Volkskurier“. Wie ihr sicherlich wisst, steht es um meine Heimat Cyrodiil nicht zum Besten, wie auch um ganz Tamriel nicht. Ich konnte nicht viel meiner Habe hierher in die Fremde retten, kaum mehr als mein Leben. Doch schließlich muss es irgendwie weitergehen. Und so habe ich mich auch hier fern meiner Heimat dazu entschlossen, Nachrichten für das gemeine Volk zusammenzutragen. Dabei interessieren mich vor allem Personen, die die Geschicke unserer Welt in dieser unsicheren Zeit ein wenig und im Rahmen unser aller bescheidener Möglichkeiten zu lenken versuchen … natürlich zum Besseren.

Die Frau setzt ein zuversichtliches Lächeln auf, auch wenn es auf den zweiten Blick etwas gezwungen wirken mag.

Dabei hat mir der Wirt eine interessante Geschichte erzählt, als ich ihn nach solchen Personen in dieser Gegend fragte. Dürfte ich Euch kurz ein paar Fragen stellen? Es dauert auch nicht lange. Ach, mit wem habe ich eigentlich die Ehre sprechen zu dürfen?

Viola lässt sich, scheinbar in der Gewissheit einer positiven Antwort, auf einem Stuhl auf der gegenüberliegenden Seite des Tisches nieder.

Ihr sprecht gerade mit dem Ordensgründer des Ordens der Dornenrose. Gemeinhin nennt man mich auch Gervinius. Setzt euch ruhig zu mir, es sei euch frei mir Fragen zu stellen, wenn ihr wollt.

Welch nette Geste von Euch mein Herr. Dann wollen wir einmal anfangen. Viola schaut kurz prüfend in ihre Unterlagen. Wie steht Ihr und die Euren zum Konflikt in meiner Heimat Cyrodiil? Nehmt Ihr in irgendeiner Weise Anteil daran und greift in die Auseinandersetzung mit ein? Elfen gelten gemeinhin eher als … zurückgezogen und auf sich bedacht.

Ob Elf oder nicht – der Konflikt in Cyrodiil geht uns alle etwas an. Wir Elfen haben uns viel zu lange zurückgezogen. Nun ist die Zeit gekommen zu handeln und die Ordnung der Welt wiederherzustellen. Es ist nicht die Frage ob wir Anteil daran nehmen wollen oder nicht, es ist unser heiliger Auftrag, welchen wir zum Wohle aller Lebewesen Tamriels erfüllen müssen.

Die Frau hört den Worten des Hochelfen aufmerksam zu und macht sich in krakeliger Schrift hin und wieder ein paar Notizen auf einem Stück Pergament. Dann richtet sie ihr Augenmerk mit forschem Blick erneut auf ihren Gesprächspartner.

Das klingt um ehrlich zu sein höchst interessant. Sagt, wieviele tapfere Streiter gibt es nun in Euren Reihen? Das ist doch sicherlich kein Alleingang, den Ihr da anstrebt.

Ein leichtes Schmunzeln bildet sich auf den blassen Lippen Gervinius', ehe er mit starker Stimme und entschlossener Miene antwortet.

Allein kann sich niemand der Übermacht an Feinden stellen. Unser Orden hat sich erst vor kurzem von den Trebbitern in Sommersend abgespaltet, doch neue Mitglieder strömen zahlreich zu uns und schließen unsere Reihen. Wir zählen bereits einige tapfere und weise Krieger, darunter Altmer, Khajiit und Bosmer, zu unseren Anhängern. Über genaue Zahlen möchte ich allerdings nur ungern eine Aussage machen – der Feind hat viele listige Spione in seinen Diensten, die uns hören könnten.

Auf welche Weise versucht Ihr, Eurer Allianz oder auch der einfachen Bevölkerung zu helfen? Nicht nur in Cyrodiil sind … unruhige Zeiten angebrochen, sondern eigentlich in ganz Tamriel. Zieht Ihr ab und an in kleineren oder größeren Gruppen umher, um für Ordnung zu sorgen oder Eure Unterstützung anzubieten? Tut Ihr es unentgeltlich oder für Lohn und Brot? Oder bietet Ihr Eurerseits Waren für das gemeine Volk oder ein Heer feil?

Viola schnappt nach der Reihe an Fragen nach Luft und verbleibt danach in Erwartung von Antworten stumm.

Geld für seine Dienste verlangt nur ein Söldner, wir sind keine Söldner, sondern Idealisten, welche einzig und allein dafür leben Tamriel vor dem Dunkel zu retten. Unsere Stärke liegt in unserer Entschlossenheit und der Kampfkraft unserer Anhänger. Auch zahlreiche Handwerksmeister stehen in unseren Diensten, doch wir sind weder Händler noch Diplomaten, wir sind einfache Diener einer gerechten Sache. Wir helfen wo wir können. Wo auch immer der Feind oder das Dunkel sich blicken lässt, dort, direkt an der eisernen Front stehen wir und bieten jedem Feind die Stirn – dies ist unser Auftrag, der Sinn unserer Existenz…Tamriel zu befreien, das Dunkel zu bezwingen und alle Feinde niederzuschmettern. Mit dem Gelingen unserer Sache, dem Erfolg unseres Anliegens steht oder fällt die Ordnung Tamriels und eine Niederlage kommt nicht in Frage.


Nur ein flüchtiges Schmunzeln huscht über Violas Gesicht als sie sich weitere Notizen macht.

Welcher Abstammung gehören Eure Gefährten an? Ich meine ... Ihr seid ein Hochelf und ... Hüstelnd blickt die Frau anschließend auf und sieht dem Hochelfen beinahe starr in die Augen, während ihre Stimme gänzlich verstummt.

In unseren Diensten stehen Hochelfen, Bosmer und auch Khajiit. Wir vereinen die edelsten und ältesten drei Völker Tamriels unter uns. In unserem Orden gibt es keine Ausgrenzung untereinander, hier sind alle gleich, was zählt ist der Mut jedes Einzelnen und die Festigkeit seines Glaubens. Verbunden sind wir nicht durch unser Blut, sondern durch unsere gemeinsamen Ziele.
"Möge Euer Schwert scharf und Eure Zunge schärfer sein." Skyrim

"Sonne und Mond verändern die Welt, aber was verändert das Denken?" Morrowind

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Sonntag, 29. September 2013, 20:29

Gestattet Ihr mir Euch einen Umtrunk zu spendieren? Mit einem freundlichen Lächeln sieht sich die Frau nach dem Wirt des Gasthauses um und deutet ihm an, sich ihrem Tisch zu nähern. Ich denke die eher privaten Fragen rutschen Euch so vielleicht leichter von den Lippen.

Die grau-blauen Augen der Frau funkeln abermals neugierig auf. Wohin soll Eure Reise gehen? Ich nehme an, Ihr seid hier nur um ein wenig zu rasten. Verfolgt Ihr geschäftliche Ziele?

Verzeiht mir, aber leider muss ich mich dieser Einladung dankend entziehen. Wichtige Dinge haben mich hierhergeführt und ich bin deshalb nicht gewillt meinen Geist durch solche Gelüste zu zerstreuen.

Nun gut, ganz wie ihr meint. Manch anderer hat sich über eine derartige Geste von mir gefreut, aber …

Viola hüstelt leicht, ehe sie ihre Stimme erneut erhebt und zu einer weiteren Frage ansetzt.

Wie ist Euer Verhältnis zu den anderen Allianzen, die sich formiert haben? Ich meine, seht Ihr eine von Ihnen als gefährlicher an als die andere? Oder habt Ihr zu einer möglicherweise sogar ein gespaltenes Verhältnis, weil Euch irgendwelche Bande mit dieser verbinden?

Wir ehren alle Formen des Lebens in Tamriel, kein Leben bedeutet mehr als ein anderes, ganz gleich um welches Lebewesen es sich handelt. Dennoch können wir die Ansprüche und Forderungen der anderen Allianzen nicht tolerieren. Die Völker, ganz gleich ob tierischer oder humanoider Form, sind unwissend. Ihnen fehlt das Wissen und die Weisheit die richtigen Entscheidungen zu treffen, deshalb können wir nicht zulassen, dass eine der anderen Allianzen die Kontrolle über Tamriel erlangt. Solange sie sich nicht unseren Anordnungen fügen sind sie eine potenzielle Gefahr für uns alle, die jüngste Katastrophe hat gezeigt wohin eine Herrschaft der Menschen führt, dies darf sich nicht wiederholen.


Verschwörerisch nach links und rechts blickend fährt Viola in gedämpfterem Tonfall fort.

Kommen wir nun zu einer etwas heikleren Frage. Wie steht Ihr zu den Zielen und der Vorgehensweise Eurer eigenen Allianz in der Auseinandersetzungmit den anderen Allianzen und ... dunkleren Mächten? Ihr müsst auf diese Frage selbstverständlich nur soweit antworten, wie Ihr es für richtig haltet.


Wir stehen fest hinter Königin Ayrenn und ihren Entscheidungen. Eine Herrschaft über Tamriel kann nur vom Aldmeri-Dominion gewährleistet werden und dabei dürfen wir keine Kompromisse, in keiner Weise, eingehen. Für unsere Königin Ayrenn leben wir und falls nötig sterben wir auch für sie. Dennoch sind wir ihr nicht direkt unterstellt, wir sind ein freier Zusammenschluss, welcher durchaus seine eigenen Ziele verfolgt und sich nicht wie Schachfiguren kontrollieren lässt.

Viola fährt sich während sie die Antwort ihres Gegenübers erwartet verlegen durch ihre blonden leicht fettigen Strähnen.

Kommen wir nun zu einer eher persönlichen Frage. Sie setzt ein freundliches Lächeln auf. Eingangs sprach ich davon, dass wir alle versuchen die Welt im Rahmen unserer Möglichkeiten in eine bessere Richtung zu lenken. Wie stellt Ihr Euch das im konkreten für Euch selbst und Eure Gemeinschaft vor? Gibt es eine Art Vorgabe oder Rahmen?

Unsere Ziele sind klar gesteckt. Die anderen Allianzen müssen bezwungen und zerschmettert werden. Der Weißgoldturm wird zurückgefordert und von dort aus werden wir als Aldmeri-Dominion über ganz Tamriel herrschen um die Ordnung und Sicherheit für alle Lebewesen Tamriels zu gewährleisten. Die anderen Rassen und Völker werden sich unter uns ordnen müssen. Wer sich dabei gegen uns stellt wird vernichtet werden. Nur so, mit uns als weisen und legitimen Herrschern, können alle Lebewesen Tamriels in eine sichere Zukunft blicken.

Zum Schluss vervollständigt mir bitte den folgenden Satz: „ Wenn mein Volk den nächsten Kaiser stellen würde, dann ...“

Wenn mein Volk den nächsten Kaiser stellen würde, dann würde eine Blütezeit für Tamriel anbrechen.


Mit einem dankbaren Lächeln sammelt Viola ihre Schriftwerke zusammen, ordnet sie und erhebt sich schließlich von ihrem Stuhl.

Dann habt Dank für das Gespräch und die erhellenden Einblicke in Euer Tun, Gervinius… und das Eurer Gefährten natürlich auch. Ich werde mich schleunigst daran machen, einen Artikel über Euch in meiner Erstausgabe von „Violas Volkskurier“ zu verfassen. Ihr erhaltet selbstverständlich ein Exemplar kostenlos.

Viola wechselt mit dem Wirt noch ein paar Worte und nickt Gervinius beim Verlassen des Gasthauses noch ein letztes Mal grüßend zu.
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Corrupt Gnosis (05.10.2013)