Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: The Elder Scrolls Online Rollenspiel-Community Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Aquiel

ESO-Rollenspiel Leitung

  • »Aquiel« ist weiblich
  • »Aquiel« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 455

Allianz: Aldmeri-Dominion

  • Nachricht senden

1

Sonntag, 13. Oktober 2013, 23:36

Viola Valerius' Volkskurier: Erstauflage - Ausgabe 11 (AlbusDraco)



Irgendwo in Tamriel in einem Gasthaus …

Eine etwas heruntergekommene Frau betritt das Gasthaus, klopft sich beiläufig den eisigen Staub der Straße von ihrem Umhang und wickelt sich aus diesem, bevor sie sich zügigen Schrittes auf den bärtigen Wirt zubewegt. Nach dem Wechseln einiger Sätze, gefolgt von ein paar Blicken über die Schulter zu einem der Tische gesellt sie sich an eben diesen Tisch zu einer bereits dort sitzenden und offensichtlich hochgewachsenen, blonden Frau, welche ein großes Schwert mit sich führt. Mit einem neugierigen Funkeln in den Augen und der Andeutung eines freundlichen, offenen Lächelns auf den Lippen nähert sie sich dem Tisch und neigt ihr Haupt.

Seid gegrüßt, Fremde. Selbst die klaren Tage können hier im hohen Norden scheinbar bitterkalt sein. Meint die Frau mit geröteter Nase, aber offenbar bester Laune. Darf ich mich kurz vorstellen?

Ohne eine Antwort abzuwarten, fährt sie unvermittelt in ihrem Redeschwall fort.

Mein Name ist Viola Valerius, freie Schriftstellerin und angehende Herausgeberin von „Violas Volkskurier“. Wie ihr sicherlich wisst, steht es um meine Heimat Cyrodiil nicht zum Besten, wie auch um ganz Tamriel nicht. Ich konnte nicht viel meiner Habe hierher in die Fremde retten, kaum mehr als mein Leben. Doch schließlich muss es irgendwie weitergehen. Und so habe ich mich auch hier fern meiner Heimat dazu entschlossen, Nachrichten für das gemeine Volk zusammenzutragen. Dabei interessieren mich vor allem Personen, die die Geschicke unserer Welt in dieser unsicheren Zeit ein wenig und im Rahmen unser aller bescheidener Möglichkeiten zu lenken versuchen … natürlich zum Besseren.

Viola setzt ein zuversichtliches Lächeln auf, auch wenn es auf den zweiten Blick etwas gezwungen wirken mag.

Dabei hat mir der Wirt eine interessante Geschichte erzählt, als ich ihn nach solchen Personen in dieser Gegend fragte. Dürfte ich Euch kurz ein paar Fragen stellen? Es dauert auch nicht lange. Ach, mit wem habe ich eigentlich die Ehre sprechen zu dürfen?

Sie lässt sich, scheinbar in der Gewissheit einer positiven Antwort, auf einem Stuhl auf der gegenüberliegenden Seite des Tisches nieder.

Perplex hebt die blonde Frau ihren Kopf und schaut Viola an. Auf dem Tisch liegt ein riesenhaftes Schwert griffbereit neben ihrem Essbesteck und ihre Hand legt sich wie zufällig auf das Metall der Klinge. Ich bin Silvany, kommt die knappe Antwort. Silvanys eisblaue Augen mustern Viola genau, und ihnen entgeht anscheinend nicht viel.

Wie steht Ihr und die Euren zum Konflikt in meiner Heimat Cyrodiil? Nehmt Ihr in irgendeiner Weise Anteil daran und greift in die Auseinandersetzung mit ein? Ihr Nord seid doch für eure Kampfeslust bekannt und auch gefürchtet.

Wir kämpfen nur dann, wenn wir überleben müssen, bei der Jagd, um unsere Hütten zu schützen oder wenn uns jemand beleidigt. Aber niemand legt sich freiwillig mit meinem Stamm an. Kampf ist Überleben. Politik ist Schwachsinn. Mich interessiert es nicht, was die südländischen Weichlinge tun. Sie nimmt ihr Trinkhorn und trinkt, dabei gluckert es, ein Zeichen dafür, dass es sich langsam leert.

Viola hört den Worten der Nord aufmerksam zu und macht sich in krakeliger Schrift hin und wieder ein paar Notizen auf einem Stück Pergament. Dann richtet sie ihr Augenmerk mit forschem Blick erneut auf ihre Gesprächspartnerin. Das klingt, um ehrlich zu sein, höchst interessant. Sagt, wie viele tapfere Streiter gibt es nun in Euren Reihen? Das ist doch sicherlich kein Alleingang, den Ihr da anstrebt.

Mein Stamm? Das geht euch nichts an. Ihre Stimme ist abweisend und schroff, klingt tief und leicht kratzig. Unsere Stämme sind überall im Norden verteilt, und jedes Totem ist vertreten. Ich zähle die Menschen nicht.

Auf welche Weise versucht Ihr, Eurer Allianz oder auch der einfachen Bevölkerung zu helfen? Nicht nur in Cyrodiil sind … unruhige Zeiten angebrochen, sondern eigentlich in ganz Tamriel. Zieht Ihr ab und an in kleineren oder größeren Gruppen umher, um für Ordnung zu sorgen oder Eure Unterstützung anzubieten? Tut Ihr es unentgeltlich oder für Lohn und Brot? Oder bietet Ihr Eurerseits Waren für das gemeine Volk oder ein Heer feil?

Sie schnappt nach der Reihe an Fragen nach Luft und verbleibt danach in Erwartung von Antworten stumm.

Wir tauschen Felle. Wir schmieden Waffen. Aber was die anderen tun, interessiert uns nicht. Wer nicht stark genug ist, der hat nichts bei uns verloren. Wir brauchen nichts von euch und ihr lasst uns in Ruhe, so einfach ist das. Silvany stellt das leere Trinkhorn in den kunstvoll geschmiedeten Hornständer und legt ihre Hände vor sich auf den Tisch. Wer jedoch Hilfe braucht, wenn Plünderer oder Zauberer Freunde bedrohen, dann kommen wir und vernichten den Feind.

Nur ein flüchtiges Schmunzeln huscht über Violas Gesicht als sie sich weitere Notizen macht.

Welcher Abstammung gehören Eure Gefährten an? Ich meine ... Ihr seid eine Nord und ... Hüstelnd blickt Viola anschließend auf und sieht der Nord beinahe starr in die Augen, während ihre Stimme gänzlich verstummt.

Abstammung? Sie funkelt ihr Gegenüber belustigt-verächtlich an. Wir sind das Volk des Nordens. Wir leben in den kältesten Gebieten, die es gibt. Intrigen, Betrug oder Schwäche haben bei uns keinen Platz. Wir kämpfen um unser Überleben und verehren die Ahnen, die Tiergeister und lieben eine gute Feier. Nun schmunzelt sie sogar, und ihre eisblauen Augen verändern ihre Farbe geringfügig zu einem - wenn man das überhaupt sagen kann – wärmeren Blau. Wir besitzen die größten Schätze von allen, denn Eis und Schnee funkeln am Tag wie die schönsten Edelsteine im Licht der Sonne, und in der Nacht strömen abertausend schillernde Farben über den Horizont.
"Möge Euer Schwert scharf und Eure Zunge schärfer sein." Skyrim

"Sonne und Mond verändern die Welt, aber was verändert das Denken?" Morrowind

Aquiel

ESO-Rollenspiel Leitung

  • »Aquiel« ist weiblich
  • »Aquiel« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 455

Allianz: Aldmeri-Dominion

  • Nachricht senden

2

Sonntag, 13. Oktober 2013, 23:37

Gestattet Ihr mir, Euch einen Umtrunk zu spendieren? Mit einem freundlichen Lächeln sieht sich die Frau nach dem Wirt des Gasthauses um und deutet ihm an, sich ihrem Tisch zu nähern. Ich denke, die eher privaten Fragen rutschen Euch so vielleicht leichter von den Lippen. Violas grau-blaue Augen funkeln abermals neugierig auf. Wohin soll Eure Reise gehen? Ich nehme an, Ihr seid hier nur, um ein wenig zu rasten. Verfolgt Ihr geschäftliche Ziele?

Silvanys Miene hellt sich bei der Erwähnung des Umtrunkes ein wenig auf. Ich … suche mehr als nur das Stammesleben. War da nicht ein wenig Verlegenheit in dem sonst so stolzen Blick der Nordfrau aufgeblitzt? Irgendwann kehre ich zu meinem Stamm zurück. Und Geschäfte sind etwas für Wei .. Südländer. Sie räuspert sich und greift zu dem spendierten Getränk. Danke.

Wie ist Euer Verhältnis zu den anderen Allianzen, die sich formiert haben? Ich meine, seht Ihr eine von Ihnen als gefährlicher an als die andere? Oder habt Ihr zu einer möglicherweise sogar ein gespaltenes Verhältnis, weil Euch irgendwelche Bande mit dieser verbinden?

Für uns sind alle willkommen, die Ehre im Leib haben und sich behaupten können. Zauberer der schwarzen Künste, Meuchler, Diebe und Dämonenanbeter werden sofort getötet, egal, welcher Rasse sie angehören. Ist das Antwort genug? Silvany trinkt.

Verschwörerisch nach links und rechts blickend fährt Viola in gedämpfterem Tonfall fort.

Kommen wir nun zu einer etwas heikleren Frage. Wie steht Ihr zu den Zielen und der Vorgehensweise Eurer eigenen Allianz in der Auseinandersetzung mit den anderen Allianzen und ... dunkleren Mächten? Ihr müsst auf diese Frage selbstverständlich nur soweit antworten, wie Ihr es für richtig haltet.

Dunkle Mächte? Sollen herkommen und dann werden sie einen Kopf kürzer gemacht.

Viola fährt sich während sie die Antwort ihres Gegenübers erwartet verlegen durch ihre blonden, leicht fettigen Strähnen. Kommen wir nun zu einer eher persönlichen Frage. Sie setzt ein freundliches Lächeln auf. Eingangs sprach ich davon, dass wir alle versuchen, die Welt im Rahmen unserer Möglichkeiten in eine bessere Richtung zu lenken. Wie stellt Ihr Euch das im konkreten für Euch selbst und Eure Gemeinschaft vor? Gibt es eine Art Vorgabe oder Rahmen?

Nein. Ich sagte bereits etwas dazu. Jetzt verschließt sich ihre Miene ein wenig, gemildert durch ein kurzes offenes Lächeln.

Zum Schluss vervollständigt mir bitte den folgenden Satz: „ Wenn mein Volk den nächsten Kaiser stellen würde, dann ...“

... möchte ich kein Zauberer sein, antwortet sie direkt. Man kann sehr genau an ihrem Gesichtsausdruck ablesen, was sie von dieser Frage hält. Seid sicher, das kein einziger Mann der Nord-Stämme Lust auf endloses Geschwafel über Politik hat. Wir schwätzen nicht, wir handeln. Silvany neigt ihren Kopf, erhebt sich zum Zeichen, dass das Gespräch für sie beendet ist. Handelt ehrenvoll und habt Mut. Sie führt die rechte Faust zur linken Brustseite, greift danach zu ihrem Schwert, schwingt es über die Schulter, um es auf derselben in ein Ledergehänge einzuhängen.


Mit einem dankbaren Lächeln sammelt Viola ihre Schriftwerke zusammen, ordnet sie und erhebt sich schließlich von ihrem Stuhl.

Dann habt Dank für das Gespräch und die erhellenden Einblicke in Euer Tun, Silvany … und das Eurer Gefährten natürlich auch. Ich werde mich schleunigst daran machen, einen Artikel über Euch in meiner Erstausgabe von „Violas Volkskurier“ zu verfassen. Ihr erhaltet selbstverständlich ein Exemplar kostenlos.

Viola wechselt mit dem Wirt noch ein paar Worte und nickt Silvany beim Verlassen des Gasthauses noch ein letztes Mal grüßend zu.
"Möge Euer Schwert scharf und Eure Zunge schärfer sein." Skyrim

"Sonne und Mond verändern die Welt, aber was verändert das Denken?" Morrowind

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Corrupt Gnosis (14.10.2013)