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Viola Valerius

ESO-Rollenspiel Journalistin

  • »Viola Valerius« ist weiblich
  • »Viola Valerius« ist der Autor dieses Themas

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1

Montag, 25. November 2013, 15:12

"Viola Valerius' Volkskurier: Viola fragt ..." - Der Raubüberfall

In der heutigen Ausgabe von "Viola fragt..." möchte ich Euch allen eine Frage stellen. Eine Frage zu einer ganz bestimmten Situation und wie Ihr darauf reagieren würdet.



Stellt Euch nun einmal folgendes vor:

Ihr trefft auf abendlicher Straße fern der nächsten größeren Ortschaft auf eine Magd mit einigen Waren, die offenkundig gerade von zwei Räubern, einer in Leder, der andere in ein Kettenhemd gekleidet und beide mit gewöhnlichen Schwertern bewaffnet, überfallen wird und bereits ein paar Blessuren davongetragen hat. Als die Räuber Euch bemerken, treten sie die Flucht an, wobei derjenige im Kettenhemd ein wenig von seinem Kameraden abgehängt wird. Wie reagiert Ihr auf die Situation?

Ich freue mich schon auf Eure Antworten.

Eure Viola Valerius

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2

Montag, 25. November 2013, 19:04

Willow war kalt, und sie rieb sich mit den Händen die Oberarme über Kreuz, als sie die Taverne betrat. Viel Volk hielt sich darin auf, aber die Wärme des Feuers in der Mitte des großen Raums hellte ihre Miene umgehend auf. Sie ließ eine Hand sinken und fuhr sich mit der anderen durch das vom winterlichen Regen durchnässte Haar. In der Nähe der Theke stand eine Gruppe Personen herum, und aus deren Mitte heraus ertönte die Stimme einer Frau:

"Ihr trefft auf abendlicher Straße fern der nächsten größeren Ortschaft auf eine Magd mit einigen Waren, die offenkundig gerade von zwei Räubern, einer in Leder, der andere in ein Kettenhemd gekleidet und beide mit gewöhnlichen Schwertern bewaffnet, überfallen wird und bereits ein paar Blessuren davongetragen hat. Als die Räuber Euch bemerken, treten sie die Flucht an, wobei derjenige im Kettenhemd ein wenig von seinem Kameraden abgehängt wird."

Die Bosmer runzelte die Stirn, strich sich noch eine nasse Strähne aus dem Auge und klemmte sie hinter ihr Ohr, dann trat sie an die Gruppe heran und blickte zwischen zwei Nord hindurch, die - Bierkrüge haltend - aufmerksam zuhörten.

"Wie reagiert Ihr auf die Situation?"

"Das kommt ja wohl ganz darauf an, zu welchem Volk die Räuber und zu welchem die Magd gehören!", antwortete sie und schob die Nord auseinander, um der Frau, die gesprochen hatte, gegenüberzutreten. "Ist die Magd eine Elfe oder ist sie ein Mensch? - Sind die Räuber Elfen oder Menschen? Oder ist die eine oder sind die anderen gar Bosmer?" Sie musterte die Frau von oben bis unten. "Und: Wie geht es mir in dieser Situation? Schneit es, aber ich habe kaum Kleidung an mir? In einem solchen Fall könnte ich mir vorstellen, der Magd die Kehle durchzuschlitzen und ihre Sachen zu nehmen. Sollte sie aber eine Bosmer sein - oder eine Khajiit vielleicht, man weiß ja, dass diese gern Handel treiben auf den Straßen -, so würde ich den Kerl im Kettenhemd erwischen, ihn der Magd zurückbringen und mit ihr zusammen den Abend bei einem netten Lagerfeuer verbringen, während wir darauf warten, dass seine Kumpanen zurückkehren und ihn befreien wollten. Der weitere Verlauf des Abends wäre dann von dem abhängig, worauf die Räuber aus wären: Ein gemeinsames Abendessen, eine Lektion in Liebe oder vielleicht auch eine Bekanntschaft mit dem ganz besonderen Appetit der Waldelfen." Sie blickte der Frau eine Zeitlang in die Augen und schloss dann, als die umstehenden Kerle zu grölen begannen: "Ihr müsst schon etwas genauer sein, Weib." Sie klopfte der Frau freundlich auf die Schulter, machte kehrt und verbrachte den weiteren Abend damit, sich auf den Stein neben dem Feuer zu legen, den Geschichten der anderen zu lauschen und Wärme zu tanken.

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Vrall (29.11.2013)

Darek

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3

Dienstag, 26. November 2013, 19:02

"Ihr trefft auf abendlicher Straße fern der nächsten größeren Ortschaft auf eine Magd mit einigen Waren, die offenkundig gerade von zwei Räubern, einer in Leder, der andere in ein Kettenhemd gekleidet und beide mit gewöhnlichen Schwertern bewaffnet, überfallen wird und bereits ein paar Blessuren davongetragen hat. Als die Räuber Euch bemerken, treten sie die Flucht an, wobei derjenige im Kettenhemd ein wenig von seinem Kameraden abgehängt wird."

Auf den Straßen ergoss sich Schwärze in ihrer tiefsten Pracht und nur die letzten verbliebenden Sonnenstrahlen der Abendröte schienen sich hoffnungslos gegen die dichte Dunkelheit aufzulehnen. Der heulende Wind wehte durch die nackten Bäume am Straßenrand und mit leisen Schritten ging der verhüllte Gelehrte seinen Weg durch den tiefen Wald. "Hilfe..tut mir doch bitte nichts..dass!" Ein dumpfer Schlag unterbrach die angsterfüllten Worte und die junge Magd viel auf den harten Boden. "Halts Maul.." bällte der eine Räuber, als sein Kamarad Ihn schon an der Schulter packte und in die Ferne zeigte. Zu der in Dunkelheit getränkten Person, die reglos einige Schritte vor Ihnen Stand. "Los..lass uns verschwinden..!" Der etwas ältere Räuber, welcher die wehrlose Magd zu Boden schlug, knirschte mit seinen vergelbten Zähne und rannte los. Sein etwas jüngerer Gefährte hinterher. Die verletzte Magd hebte schwach ihren Blick, als plötzlich eine Flamme ihre Augen erfüllte, und sie mit einem Schrei sich gegen den dunklen Boden presste.

Mit einem Schlag schoßen zwei brennende Feuerbälle durch die eisige Abendluft und tränkten die Umgebung in ein grelles Farbenspiel. Mit einer Wucht schlug der erste vorbei an den jungen Räuber mit dem Kettenhemd und entfachte den Boden in glühender Hitze. Der zweite jedoch traf. Der Räuber, stieß einen grauenhaften Schmerzenschrei aus, und die Flammen fraßen sich zielsicher durch seine Kleidung, als er zu Boden ging. Der andere Räuber drehte sich um, und rannte nur noch schneller, als sich das Feuermeer in seinen Augen zu spiegeln began. "Scheiße!"

Behutsame Hände berührten die Magd und hebten sie vom kalten Boden, was sie von ihrem Schock erlöste. "Ein gefährlicher Abend für Spaziergänge junge Dame" Die düstere Stimme erklang in einen angenehmen ruhigen Ton, und die tiefgrünen Augen des Herren in schwarzen Gewand sahen in die der jungen Frau. "Ich bring euch nach Hause"

4

Donnerstag, 28. November 2013, 16:01

Ihr trefft auf abendlicher Straße fern der nächsten größeren Ortschaft auf eine Magd mit einigen Waren, die offenkundig gerade von zwei Räubern, einer in Leder, der andere in ein Kettenhemd gekleidet und beide mit gewöhnlichen Schwertern bewaffnet, überfallen wird und bereits ein paar Blessuren davongetragen hat. Als die Räuber Euch bemerken, treten sie die Flucht an, wobei derjenige im Kettenhemd ein wenig von seinem Kameraden abgehängt wird. Wie reagiert ihr?

Es ist Abend. Die Piratin Zoe zieht gelangweilt eine Runde nach der anderen über den Marktplatz, ehe sie sich dazu entschließt, der Straße ins Landesinnere zu folgen. Es vergeht nicht viel Zeit, da erblickt sie eine junge Frau, die von zwei vermeindlichen Räubern beharkt wird.

"Innerhalb des Bündnisses plündern .. eine Frechheit." murmelt sie vor sich her und zieht bereits eines ihrer Messer. Sie läuft los und die Räuber folgen anscheinend ihrem Beispiel und lassen die Magd in Ruhe um ihre eigene Haut zu retten. Zoe läuft geradewegs an der jungen Frau vorbei, wirft ein Messer vor ihre Füße und ruft noch: "Haltet ihn in Schach!"

Die junge Frau ist verwirrt, aber sieht nach wenigen Momenten, was Zoe anscheinend meinte. Denn sie holt den Kerl in Kettenhemd schnell ein und tritt ihm geschmeidig in die Kniekehle. Wenn ein massiger Körper samt Rüstung bei vollem Tempo zu Boden fällt, könnte es schmerzhaft werden. Sie befasst sich aber nicht lange mit ihm, sondern rennt schon dem nächsten hinterher. Die junge Frau mit dem Messer begibt sich zu dem Kerl im Kettenhemd, der noch versucht, sich wieder zu erheben. Sie tritt das Schwert von ihm weg und hält ihn mit dem Messer in Schach.

Zoe nähert sich auch dem zweiten Räuber und zieht bereits im Lauf eines ihrer Wurfmesser. Fast erreicht, bleibt sie jedoch stehen, zielt und wirft das Messer und erwischt ihn im rechten Oberschenkel. Durch den blitzartigen Schmerz sackt auch er zusammen, fällt und schlittert durch den Dreck. Zoe atmet ruhig, nähert sich dem Kerl und zerrt ihn wieder auf die Beine, um ihn den Weg mit zurück zu nehmen. Er versucht sich zu wehren, während er humpelnd von ihr gezerrt wird, aber ein paar gezielte Nierenhiebe treiben ihm schnell den Kampfeswillen aus.

Alle Beteiligten wieder beisammen, zieht Zoe das Messer aus dem Oberschenkel des Räuber und schlitzt ihm damit vor den Augen der Magd und seines Kameraden die Kehle auf. Er sackt neben ihr zusammen und ächzt noch einige Momente, bis er sich kein Stück mehr regt. Die junge Magd folgt wie geschockt dem Beispiel und tut selbiges mit ihrem Gefangenen.

Zoe verengt den Blick. "Toll gemacht, du Schnepfe. Der sah stark genug aus, dass er auf einem Sklavenmarkt viel hätte einbringen können." Schon macht sie sich an die Arbeit, die beiden Leichen zu untersuchen. Nur die Münzen werden genommen.

"I-ich danke trotzdem." erhebt die Magd die zittrige Stimme. "Mund zu, oder ich nehm dich an seiner Stelle mit zu den Händlern. Geb mir all deine Münzen und dann lauf." Kommentiert Zoe knapp, nimmt ihren Geldbeutel entgegen und zieht ihrer Wege.
Wenn einer mit Vergnügen zu einer Musik in Reih und Glied marschieren kann, dann hat er sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde. - Albert Einstein

Striptease ist Anatomieunterricht mit Musik. - Frank Sinatra

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Vrall (29.11.2013)

Vrall

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Gilde: Bund der Triskele

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5

Freitag, 29. November 2013, 14:52

Ihr trefft auf abendlicher Straße fern der nächsten größeren Ortschaft auf eine Magd mit einigen Waren, die offenkundig gerade von zwei Räubern, einer in Leder, der andere in ein Kettenhemd gekleidet und beide mit gewöhnlichen Schwertern bewaffnet, überfallen wird und bereits ein paar Blessuren davongetragen hat. Als die Räuber Euch bemerken, treten sie die Flucht an, wobei derjenige im Kettenhemd ein wenig von seinem Kameraden abgehängt wird. Wie reagiert Ihr auf die Situation?

Ein Schrei, das klirrende Geräusch von aus Scheiden gezogenen Schwertern? Instinktiv umfasste der alte Ritter mit beiden Händen den Griff seines Bidenhänders hinter seinem Kopf, ließ ihn aber beim Anblick der beiden Gestalten sofort wieder los. Die Hand brachte stattdessen ein Kurzschwert hervor, aus einer Schlaufe am Gürtel gezogen und in der untergehenden Wüstensonne blitzend. Apsalon lief schon lange nicht mehr Hals über Kopf in den Kampf, sondern war stets bemüht die Kontrolle über das Schlachtfeld zu haben. Wenn man das hier Schlachtfeld nennen konnte. Der Bretone bäumte sich auf soweit es ihm seine kleine Statur erlaubte und versuchte bedrohlich zu wirken. Ein kehliges Knurren erönte unter seinem dicken Schnauzbart hervor. Es klappte anscheinend, da beide Räuber sofort die Flucht weg von der Straße in Richtung der nächsten Düne ergriffen. In gestrecktem Gang, den er sich angeeignet hatte um zu verhindern dass zuviel Sand in seine Stiefel geriet, bewegte er sich auf die verängstigte Magd zu und half ihr mit einem Ruck auf die Beine. "Ist dir was passiert, Mädchen?", fragte der Alte während er ihr Hinterteil mit ein paar gezielten Wischbewegungen vom Dreck der Straße befreite. "N-nein. Wollt Ihr ihnen denn nicht nachlaufen? Sie haben mir etwas gestohlen." Auf diese Reaktion war er nicht gefasst gewesen. "Nachlaufen? In diesem Gelände stolpert man viel zu leicht. Da sieh hin!" Der Räuber im Kettenhemd mühte sich gerade am Horizont damit ab sich eine Düne hinaufzukämpfen und schlitterte rollend wieder hinab, was Apsalon nur ein tiefes Lachen entriss.

"Selbst wenn ich jetzt losstarten würde, täte ich mich wohl selbst in der Wüste begraben und die wären trotzdem weg."
Doch die Frau sah betrübt zu Boden. "Was haben sie denn mitgehen lassen? Ich bin ein Ritter des Zirkels, vielleicht kann ich dir aushelfen." Sie musterte den heruntergekommenen Mann genau, die Wüste hatte ihre Spuren an seiner Kleidung hinterlassen. Überall kleine Kratzer und Beulen nebst der verblassenden Farbe des Stoffes."Ein echter Ritter hätte sie verfolgt...." Sie biss sich schmollend auf die Unterlippe und sah zu Boden, der Bretone verschränkte aber nur kopfschüttelnd die Arme. "Junge Leute tun das und sterben beim Versuch. Ich bin aus der Phase raus für ein hübsches Lächeln meinen teuren Pelz zu riskieren!", erwiderte er barsch.Doch dem betrübten Blick konnte er nicht lange widerstehen. Er legte seine Finger um seine Halskette und zog sie über seinen Kopf, reichte sie dem zitternden Mädchen hin. "Hier. Das sollte mehr wert sein als alles, was es in deinem Stand zu kaufen gibt. Sei das nächste Mal weniger wählerisch wer dir helfen will, sonst tut es irgendwann keiner mehr." Auf seinem Weg weiter über die Grenzstraße blickte er ab und zu noch nach hinten. Hätte er ihr sagen sollen, dass er diese Halskette vor einiger Zeit einem anderen Dieb abgenommen hatte und sie damit Diebesgut war? Nein, nein. Die Lektion würde ihr gut tun. Undankbares Balg.

"A recent report stated that 30% of the average playerbase
in a MMORPG buy gold and up to 20% are using bots."

Bund der Triskele
>> (Dolchsturzbündnis)

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Minordus (02.12.2013)

Mharkuv

Gelehrter

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Gilde: Keiner Gemeinschaft vereidigt

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6

Dienstag, 3. Dezember 2013, 20:27

Ihr trefft auf abendlicher Straße fern der nächsten größeren Ortschaft auf eine Magd mit einigen Waren, die offenkundig gerade von zwei Räubern, einer in Leder, der andere in ein Kettenhemd gekleidet und beide mit gewöhnlichen Schwertern bewaffnet, überfallen wird und bereits ein paar Blessuren davongetragen hat. Als die Räuber Euch bemerken, treten sie die Flucht an, wobei derjenige im Kettenhemd ein wenig von seinem Kameraden abgehängt wird. Wie reagiert Ihr auf die Situation?

Ihr Gegenüber legte den Kopf leicht schief und begann dann mit leicht amüsiertem Unterton zu sprechen: "Nun, das ist ganz einfach, ja. Der junge Mann..."

Der junge Mann hatte soetwas noch nie erlebt. Die Frau lag juchzend am regenfeuchten Boden und hob noch immer schützend die Arme über ihren Kopf, als die Räuber bereits die Flucht antraten. Er hörte das Klirren einiger zu Boden fallender Münzen und ahnte bereits, was geschehen sein mag. Ohne zu wissen warum, rannte er plötzlich bereits an ihr vorbei und hinter den Fremden Männern hinterher. Nur beiläufig vernahm er ein ängstliches "Nein!" von der überfallenen Magd, die vermutlich dachte, dass er ihr den Rest geben wollte. Doch nichts war ihm ferner. Während seine langen, dünnen Beine ihn in Windeseile an die Fliehenden heranbrachte, fühlte er eine heiße Erregung in seinem Herzen, die sich unter seiner Haut ausbreitete und ihm eine so feste Entschlossenheit ins Gesicht meißelte, dass er sich mit wütender Miene auf die breiten Zähne beißen musste, um nicht den Überblick zu verlieren. Er hatte soetwas noch nie gespürt. Aber es fühlte sich gut an. Es fühlte sich gerecht an. Er fühlte sich stark.
Mit tief zusammengezogenen Augenbrauen brüllte er die zurückgefallene Person an, die er in den nächsten Augenblicken erreichen würde. "HE!" Der Bursche drehte sich nicht um. "HEE! IHR DA! Stehen bleiben!" Er konnte den lauten Atem des Mannes vor ihm hören. Ein leises Klimpern von Metall ließ darauf hindeuten, dass er derjenige war, der die Münzen trug. Die Münzen, die ihm nicht gehörten. Plötzlich wurde der Mann langsamer. Der Junge bremste sich ebenfalls ab und blieb wenige Schritt hinter ihm stehen, als dieser zum Halten kam. Was sollte er nun sagen? "Was macht ihr da?" Das war augenscheinlich - er hatte die Magd verprügelt und das Geld gestohlen - was für eine dumme Frage. "Das gehört sich nicht!" Nein, natürlich nicht. Das war Diebstahl. "Das ist Diebstahl!" Dummer Junge...
Plötzlich stand der Mann direkt vor ihm. Er war nun viel größer als vorher. Und er trug ein Kettenhemd! "Was willst du denn, du Zweig!" Seine Stimme war rau und tief. Stärke und Gewalt sprach aus ihr. "Willst du mich etwa aufhalten?" Der Riese packte ihn am Kragen und drückte seine Faust gegen sein Kinn. Das beflügelnde Gefühl war auf einmal verschwunden. Angst kroch ihm hinter die Augen. Was bei den Göttern tust du da? "Wo ist dein Geldbeutel du Skeever?" Kurz darauf spürte er einen Ruck an seinem Gürtel. Der Mann grunzte zufrieden. "Jetzt verpiss dich!" Er stieß ihn von sich, woraufhin der Junge zu Boden stürzte. Schmerz schoss in seine Hände, als er sie am steinigen Boden aufkratzte. Das war so nicht richtig! "Das könnt ihr nicht tun!" Er erhob sich wieder, doch der Räuber hatte ihm bereits den Rücken zugewandt. Wut überkam ihn. Er würde sich nicht so leicht geschlagen geben. Er war kein einfaches Weib! Der Junge steifelte auf den Dieb zu. Er biss sich wieder die Zähne zusammen und begann kräftig mit ihnen zu mahlen, bevor er sie aufriss und seinen Geldbeutel in der Hand des Fremden packte. "Das gehört mir!"
Ein Grunzen. Eine Bewegung. Ein seltsames Ziehen an seinem Arm. Dann lockerte sich plötzlich der Widerstand. Freude überkam ihn - er hatte seine Münzen zurück! Doch der Räuber ging weiter. Er beachtete ihn nichtmal mehr. Er verfiel einfach wieder in seinen Laufschritt und verschwand. Hatte er letztlich doch Angst bekommen? Plötzlich wurde ihm schwindelig. Na wenigstens hatte er sein Geld zurück. Man kann eben nicht alles erreichen. Als er auf den Beutel schauen wollte bemerkte er, dass er diesen gar nicht in der Hand hielt. Merkwürdigerweise war sein Unterarm ganz dunkel. Er glänzte im Abendlicht. Dann schoss ihm die Erkenntnis ins Gesicht. Die ganze erwartungsvolle Hitze wandelte sich in frostige Kälte. Dummer, dummer Junge... Sein ganzer Arm blutete. Das Rot leckte aus einem zwei-Finger-langen Schlitz hervor, der so aussah, als hätte ihm jemand die Haut aufgeklappt, wie man es mit einem Mantel zu tun pflegte.
Seine Beine gaben unter ihm nach. Schmerz schien ihm schier das abreißen zu wollen, was von seinem Arm noch übrig war. Er schrie. Schrie wie er noch nie zuvor geschrien hatte. Überall war Blut. Dummer Junge... Dummer Junge... Plötzlich war da eine Stimme. Sie war hell und klar. "Keine Angst! Das... das tut nur sehr... sehr weh. Aber das ist... das ist gar nicht so schlimm." Irgendwo hörte er reißenden Stoff. Dann verschlimmerte sich sein Schmerz auf der Wunde, doch ließ er kurz darauf etwas nach. "Sieh nur! Ist gar nicht mehr so schlimm. Ich bringe dich zu meinem Vater, er wohnt gleich hier. Er ist Heiler im Tempel, keine Angst. Alles wird wieder gut." Er blinzelte umher - dann erkannte er einen Schemen über sich. Ein weibliches Gesicht - es war die Magd. Ihre Augen blitzen leuchtend auf und ihr Haar fiel ihr widerborstig vors Gesicht. Sie wirkte wild... wild und schön. So wunderschön.
Dummer Junge.
"Ein Leser durchlebt tausend leben, ehe er stirbt. Der Mann der nie liest, lebt nur sein eigenes."
- George Raymond Richard Martin

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Gilde: Die Diebesgilde

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Mittwoch, 4. Dezember 2013, 17:08

In einer heruntergekommenen Schenke nahe der Kaiserstadt brüten zwei Gestalten über ihren Tonbechern. Die kleine Kerze mitten auf dem Tisch flackert leicht als die Dunmer vorliest:
Ihr trefft auf abendlicher Straße fern der nächsten größeren Ortschaft auf eine Magd mit einigen Waren, die offenkundig gerade von zwei Räubern, einer in Leder, der andere in ein Kettenhemd gekleidet und beide mit gewöhnlichen Schwertern bewaffnet, überfallen wird und bereits ein paar Blessuren davongetragen hat. Als die Räuber Euch bemerken, treten sie die Flucht an, wobei derjenige im Kettenhemd ein wenig von seinem Kameraden abgehängt wird. Wie reagiert Ihr auf die Situation?
Schmunzelnd richtet sie ihre Augen auf den Kaiserlichen. Nur raus mit dem Heldenepos.
Mit glasigem Blick winkt der Mann ab. Du kennst mich. Du wirst keins zu hören bekommen. Noch einen tiefen Schluck nimmt er aus dem Becher während ihn die Frau erwartungsvoll ansieht. Also gut. Also gut.... Gut. Der Mann schiebt den Becher bei Seite und schließt für einen Moment die Augen.

Sicher erwartet diese .... Viola eine großartige Geschichte darüber, was die Leute angeblich alles tun würden. Die Sache ist nur .... Die Sache ist, dass es nicht stimmt. Es kommt kein Ritter in glänzender Rüstung auf einem weißen Ross um das Böse auszumerzen. Aber gut. Was würde ich also tun, wenn es mir widerfährt? Das ist einfach.
Ich nehme meinen Bogen, lege den Pfeil in die Sehne und schieße dem langsamen Kettenhemdtypen ins Bein. Weißt du warum? Weils man sowas nicht macht. Und damit meine ich nicht das Ausrauben sondern das Zusammenschlagen. Wenn du dir was nehmen willst, was dir nicht gehört - nur zu, versuch es. Aber! Aber sorg dafür, dass dabei niemand ernsthaft zu Schaden kommt. Die Leute sind schon damit gestraft genug, dass du ihnen ihr Zeug abnimmst. Wo waren wir? Ahja - ich schieße dem einem ins Bein. Danach helfe ich der Frau auf und begleite sie ins nächste Dorf. Fertig. Es ist nicht spektakulär. Es ist nicht heldenhaft. Es ist wie's ist.
In einer unsicheren Bewegung streckt er den Arm wieder nach seinem Becher aus und führt ihn an die Lippen. Grins nicht so. Du würdest es nicht anders machen.

Die Dunmer zuckt mit einem breiten Lächeln die Schultern. Komm, wir gehen solange wir beide noch laufen können...

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Aszari

Denker

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Gilde: Orden der Dolche

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8

Montag, 9. Dezember 2013, 22:42

Nimm den Gesetzlosen und gebe... ach was!

Ein laues Lüftchen bläst des nachts über die Ebenen der Alik'r. Masser und Secunda schimmern hell am Firmament und tauchen die Gegend in silbernen Glanz. Der Boden ist hier etwas härter und teilweise von Fels durchzogen, da sich die Wüste weiter südlich erstreckt. Auf befestigtem Wege führt ein Fräulein einen Esel, bepackt mit allerlei Waren. In der Dunkelheit führt sie eine Fackel mit sich und schreitet vorsichtigen Schrittes voran. Wahrscheinlich kann man allein, noch dazu als wehrlose Frau, nicht vorsichtig genug sein.

In der Ferne hört sie Gelächter, wie es nur Männer von sich geben können, die nichts Gutes im Schilde führen. Sie zieht unsicher die Augenbrauen zusammen und überlegt hastig was sie tun sollte. Umkehren? Nein, dafür ist es längst zu spät. Sicher haben sie mich längst gesehen. Aber allein kann ich doch nicht... Was, wenn sie mir etwas antun wollen? Widerstrebend setzt sie ihren Weg weiter fort, geradewegs auf die Stimmen zuhaltend. Sie kommen näher und nun kann sie zwei Gestalten ausmachen, die sich festen Schrittes auf sie zu bewegen. Oh nein, jetzt geht es mit mir zu Ende. Sie starrte stur gen Boden, während sie sich den beiden näherte. Inzwischen waren die beiden stehen geblieben und legten ein Lächeln auf. Dann rief einer lauthals:„Recht schönen Abend wertes Fräulein. Darf ich fragen was sie da mit sich führen?“ Irritiert antwortete die Magd, den Blick abwendend:„Stoff und Proviant.“ Sie war keine gute Lügnerin, aber das war ohnehin irrelevant, denn die Herren kamen auf sie zu und beschauten die Waren. Der schmächtige der beiden sagte mit hoher Stimme:„Sicher sind sie nicht böse, wenn wir sie um einige wenige Sachen erleichtern. Immerhin ist es recht weit bis in den nächsten Ort.“ Er legte den Kopf etwas schief und schien ihr Unbehagen zu genießen. Sie erwiderte nichts, sondern entfernte sich von dem Tier, das um allerlei Ballast gebracht wurde. Der Kerl in metallener Rüstung bedankte sich gestenreich und machte sich dann schnellstens – so schnell er eben konnte – aus dem Staub. Der schmächtigere der beiden folgte ihm sogleich und war dabei den anderen einzuholen. Die Magd blickte zu Boden und biss sich auf die Unterlippe, während Tränen ihr Gesicht benetzten.

Ein Geräusch ließ sie hochfahren und die Arme schützend vor den Körper heben. Ein Schnaufen war zu vernehmen, gefolgt von einem merkwürdigen Schmatzen. Weiter wahr nicht zu hören. Sie öffnete ihre Arme und schaute in das Antlitz eines... Trampeltiers?! Erschrocken sprang sie einen Schritt zurück und stieß sich den Kopf an einem Metallkrug, welcher an einer Seitentasche auf dem Rücken des Maulesels befestigt war. Ihr wurde schwarz vor Augen und sie fiel bewusstlos zu Boden.

Die Diebe rannten unentwegt den befestigten Pfad entlang. Die Waren hatten sie über die Schultern geworfen, sodass sie die Schritte des sich nähernden Tieres nicht vernahmen. Denjenigen, welcher etwas weiter abgeschlagen war, traf ein harter Gegenstand am Hinterkopf, sodass er stolperte und hart auf den Steinen landete. Die Waren schleuderte er dabei neben sich auf den Weg. Ehe er ganz aufgestanden war, bekam er erneut etwas gegen den Schädel. Diesmal stand er nicht wieder auf. Sich wundernd, wo sein Kumpane bleibt, hielt der schmächtige Kern an und schaute sich nach hinten um. Umher suchend und sichtlich verwundert rief er:„Ey, wo bleibst du denn?!“ Eine dunkle Gestalt näherte sich ihm. „Ah, da bist du ja. Hab mir schon Sorgen gemacht.“ Doch anstelle des erwartenden Gesichts stand ihm plötzlich eine vermummte Gestalt gegenüber, die ganz und gar in dunklen Stoff gehüllt war. Sie war zierlich, doch hatte sie etwas sonderbares, etwas anmutiges an sich. Sie wirkte selbstbewusst, sodass der Halunke nun selbst etwas unsicher drein schaute. „Was willst du von mir und was hast du mit meinem Freund angestellt?“ Sie kam näher und näher bis sie direkt vor ihm stand, nur einige Fußbreiten entfernt. Dann schnellte ihr Kopf empor und hob auf seine Nase ein, die krachend brach und den Boden mit Blut besudelte. Der Leib des Mannes fiel zu Boden und er blieb röchelnd liegen, sich in Schmerzen windend. Die Frau sammelte in aller Ruhe die Waren auf und lud sie auf das Trampeltier. Dann entledigte sie die beiden Diebe ihrer, höchstwahrscheinlich habhaft gewordenen, Gegenstände.

Die Augen des Fräuleins öffneten sich. Langsam erhob sie sich und hielt sich mit der Hand den Hinterkopf. War das wirklich geschehen? Sie sah hinüber zum Esel und wurde gewahr, dass einige der Waren fehlten. Ich wurde ausgeraubt.



„Manchmal muss man Schlechtes tun, um Gutes zu erreichen.“ – Aszari

  • »e´Gotrek« ist männlich

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Gilde: Katze sucht Korb mit Notfalldolch

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9

Freitag, 3. Januar 2014, 11:12

Und gerade jetzt habe ich den Nekromanten nicht mit *Seuftz*

Ich ziehe den Bogen und schieße dem Vorderen einen großen Belagerungspfeil mit Widerhaken ins Bein
Der läuft nirgends mehr hin.

"Hey Arschloch! Ja, du da. Du, in der Sardinenbüchse. Komm mal her"
Hm... als ob er mir jetzt noch entkommt, aber er rennt und rennt... Narr

Ich konzentrierte mich und vor meinem Auge erschien eine Linse. Nur eine Illusion, aber ich wollte dem Typen auch schließlich nicht die Linse in den Rücken schießen. In dem steckte jetzt übrigens ein kleiner Jagdpfeil.
Beide bewegungsunfähig und lebendig. Wenn das die Familie wüsste könnten sie sich vielleicht zu einem schwachen Lächeln überwinden...

Die Frau schaute in meine Richtung und ich starrte zurück. Dann zog ich sie hoch und drehte sie in Richtung der Räuber.
"Wer sind die und was wollten sie?" Gemessen daran, wie sehr sie zusammenzuckte war ich wohl etwas lauter als beabsichtigt.
Ihre Kapuze verrutschte und endlich sah ich ihr Gesicht. Es war weder menschlich, noch elfisch und sie war auch keine Frau. Vor mir stand eine etwa 13-jährige Khajiit.
"Sie...sie haben gesagt, ich soll für sie schnurren und sie haben..."
Ich schaute sie an. Ihre Kleidung war zerrissen...
Schweine
...
Ich zog meinen Mantel aus und legte ihn über ihre Schulter. Sie schaute mich aus großen Augen an. Wohl auch, weil sie nun meinen Waffengurt und die diversen kleinen Lederscheiden sah.
"Weißt du, wer die Mähne ist?"
"Der größte von uns? Er passt auf alle Khajiit auf, hat meine Mutter gesagt..."
"Ja. Vielleicht ist er das. Wo ist deine Mutter?"
Sie schaute zu den Räubern...
Elende Dreckssäcke

Der Kleinen lief eine Träne über die Wange. Ich musste etwas tun.
Ich zog ein langes schwarzes Messer, an dessen Griff eine Haarsträhne angebracht war.
Sie wich zurück und ich drehte das Messer so, dass sie den Griff leicht greifen konnte.

"Pass auf. Die Mähne passt vielleicht auf uns alle auf, aber wer passt auf die Mähne auf?
Genau, wie wir alle eine Strähne der Mähne geben, um zu zeigen, welchen Respekt wir vor ihr haben, gibt die Mähne manchen Leuten eine Strähne ihrer eigenen Haare. Diese Leute sollen auf die Khajiit um sich herum aufpassen, wenn die Mähne es nicht kann. Und diese Leute sollen auch die Mähne schüzen, wenn er vom vielen Aufpassen erschöpft ist..."

Die Kleine schaute mich mit großem Mund an. Sie weinte nicht mehr.
"Wie heißt du?"
"Ri´Shavari""
Ein sehr auffälliger Name... Und ein interessanter.
"Darf ich dich auch nur Vari nennen? Alles andere verkompliziert es nur"
Sie schaute mich aus großen Augen an "Okay"
Sie stand also entweder unter Schock oder wollte nicht reden...

"Willst du so eine Khajiit werden, Vari?"
Sie nickte und ich atmete erleichtert auf.
"Dann schenke ich dir das Messer"
"Aber... das ist doch von der Mähne! Ich kann das doch nicht nehmen!"
Sie wirkte verärgert. Ich lachte.
Ich zog ein zweites Messer. Es war weiß, aber ansonsten eine exakte Kopie des ersten Messers.
"Dann nimm das hier. Aber auch dieses Messer ist von Mähne"
Ihre Mundwinkel zuckten nach oben und sie nahm das weiße Messer.

Ich nahm sie an der Hand und lief mit ihr zu dem Räuber in schwerer Rüstung. Er lebte kaum noch. Ich hatte wohl doch nicht so gut getroffen.
"Wollen wir ihn erlösen oder nicht?"
Sie schaute mit entsetzten Augen nach unten und sagte nichts.
Ich wartete, doch als sie nichts sagte, lief ich zu dem zweiten Räuber.

"Warum habt ihr so gehandelt?"
"Das Leben ist hart, mein Freund..." Er spuckte Blut.
Ri´Shavari kam angelaufen. Der Dolch war noch immer sauber.
"...und der Stärkere siegt."
Vari kniete neben ihm nieder und zog langsam einen tiefen Schnitt über seinen Arm.
Er wollte wegziehen, doch bevor er das tun konnte trat ich ihm leicht in den Solarplexus und hielt ihm den schwarzen Dolch an die Kehle.
Ich schüttelte meinen Kopf und er begann zu zittern.

"Das Leben ist hart, mein Freund. Und du wirst nie wieder der Stärkere sein."
Ich schaute Vari verblüfft an. Sie ist kalt.

"Komm"Wir liefen zurück zu der kleinen Siedlung, in der ich zur Zeit rastete.

Nach langer Zeit drehte ich mich um.
"Willst du wirklich und endgültig zur Stärkeren werden?"
Sie schaute mich konzentriert an und nickte dann.

Wir betraten eine heruntergekommene Schenke. Auf den fragenden Blick des Wirtes warf ich ihm eine Münze zu, dann gingen wir eine Etage höher in einen großen, kreisrunden Raum.

"Das ist Vari und sie wird von uns lernen!"
Zwei Augenpaare starrten mich verwirrt an und Ri´Shavari prustete los.
Ich lächelte. Das hat also immer gefehlt... vielleicht werde ich aber auch einfach nur alt

Rash'dar

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Freitag, 3. Januar 2014, 14:41

Wie Rash'dar regieren würde? Nun dieser hier...wäre nicht einmal entdeckt worden, doch ist das ja nicht der Ausgangspunkt der Frage, ja?

*Der Khajiit fährt sich mit den Krallen des rechten Daumens und des Zeigefingers über das etwas schmuddelig wirkende Kinnfell. Mit dem Kopf sachte von einer zur anderen Seite wippend scheint dieser zu überlegen*

Dieser hier interessiert sich nur selten für die Belange anderer, doch anderenfalls sind Kontakte stehts willkommen und was gibt es einfacheres als zwei Räuber zu fangen, welche von einer harmlosen Magd und diesem Khajiit hier die Flucht ergreifen? Rash'dar würde ihnen nachjagen und mit einem Stich in die Kniekehle des in Eisen Gehüllten diesen zur Fall bringen während Khajiit seine Hatz fortsetzt. Die Kniekehle, ist jedoch nur eine Wahl von vielen welche sich eröffnen, doch dies hier ist nur eine obligatorische Frage, ja?
Um den schnelleren der beiden Läufer zu erwischen, würde dieser waches Auge auf den Weg und Bewegungen des Flüchtenden richten. Sicher gibt es einen Weg der den seinen kreuzt welchen der Läufer in kürze einschlagen wird. Da würde erneut das nach Eisen schmeckende Blut über den Stahl der Klinge lecken und im besten Falle, den Laufenden zum Liegenden wandeln.
Doch das ist ja nur ein Gedanke. In Wirklichkeit verlaufen Pläne oft sehr viel anders als es der Planende geplant hatte, doch dies ist ja nur eine Situation wo sich dieser hier seinen Wunsch in den Sand schreiben kann.
Fesseln würde dieser die diebischen Skeever und sie der Magd überlassen. Sie ist jene welche das Urteil zu fällen hat. Rash'dar jedoch wartet lediglich auf seine Gelegenheit am Ende ein Gespräch zu führen welches ihm vielleicht weiterhelfen könnte.
Er will ja nicht enden wie diese armen Unholde sollte er selbst mal knapp an Münzen sein, doch das würde auch nicht so schnell passieren, weil er schließlich weiss was er tut.
*Der Khajiit zuckt am Ende seiner Worte mit den Schultern und neigt den Kopf auf die Seite, seine Gegenüber genauestens betrachendend.*

Das Ende einer solchen Geschichte ist stehts offen, ja? Somit kann dieser nicht sagen, was genau mit Dieben oder Magd passieren wird. Rash'dar hofft das es dennoch eure Frage beantwortet und ihr deswegen nicht gleich Falsch über diesen hier denkt. Er ist ein ehrlicher Khajiit und die Waren sind natürlich ehrenhaft erworben worden. Deswegen kann dieser auch die Situation der Armen Magd verstehen.

*Zum Abschluss hebt er die linke Lefze ein Stück weit welche somit seine Fangzähne entblößt. Es wirkt fast so als wolle er so eine Art Unschuldsmiene aufsetzen, abwartend auf die Reaktion der Fragestellerin*